Rekordzahl an Beratungen beim Hilfetelefon Gewalt gegen Frauen
Rekord: Hilfetelefon Gewalt gegen Frauen 2025

Das bundesweite Hilfetelefon „Gewalt gegen Frauen“ hat im vergangenen Jahr einen neuen Rekord bei den Beratungen aufgestellt. Wie das Bundesamt für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben mitteilte, suchten insgesamt 69.500 Betroffene oder deren Angehörige telefonisch oder online Hilfe. Dies entspricht einem Anstieg von rund 4.000 Beratungen im Vergleich zu 2024 und bedeutet durchschnittlich 190 Kontakte pro Tag.

Häusliche und sexualisierte Gewalt dominieren

Laut dem aktuellen Jahresbericht waren die Hauptgründe für die Kontaktaufnahme mit 32.186 Fällen häusliche Gewalt, gefolgt von sexualisierter Gewalt mit 6.435 Fällen. Psychische Gewalt wurde 3.561-mal thematisiert, Stalking 2.439-mal. Die Zahlen zeigen eine deutliche Zunahme: 2024 hatte das Hilfetelefon noch rund 61.200 Beratungen verzeichnet. Seit der Gründung im Jahr 2013 mit damals 18.812 Beratungen hat sich die Zahl mehr als verdreifacht.

Mehr Online-Beratungen und Angehörigenkontakte

Die Leiterin des Hilfetelefons, Petra Söchting, betonte, dass geschlechtsspezifische Gewalt in den letzten Jahren stärker in den Fokus der Öffentlichkeit gerückt sei. Zudem zeige die Öffentlichkeitsarbeit Wirkung. Der Anteil der Beratungen per E-Mail und Chat stieg um drei Prozentpunkte auf 14 Prozent. Auch das soziale Umfeld suchte häufiger Rat: Die Anfragen aus Familien- und Freundeskreis erhöhten sich um zwölf Prozent und machen nun etwa ein Fünftel aller Beratungen aus.

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Rund um die Uhr erreichbar

Das Hilfetelefon ist unter der europaweiten Nummer 116 016 rund um die Uhr erreichbar. Rund 100 Beraterinnen unterstützen betroffene Frauen kostenlos, anonym, vertraulich und mehrsprachig. Neben der akuten Krisenintervention vermittelt die Hotline auch an lokale Beratungsstellen und Frauenhäuser.

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