Mordfall Henry Nowak: Polizist ignorierte Hilferufe des Sterbenden
Polizist ignorierte Hilferufe von Henry Nowak

Im Fall des getöteten Henry Nowak kommen immer mehr erschütternde Details ans Licht. Der 18-Jährige wurde im April 2023 in Berlin niedergestochen. Neue Ermittlungsergebnisse zeigen: Ein Polizist ignorierte die Hilferufe des Sterbenden.

Die letzten Worte von Henry Nowak

Laut einem Bericht der Staatsanwaltschaft rief Henry Nowak nach dem Messerangriff um Hilfe. „Ich wurde niedergestochen“, sagte der junge Mann zu einem Polizisten, der am Tatort eintraf. Doch der Beamte antwortete kalt: „Ich glaube nicht.“ Er drehte sich um und ließ Henry liegen.

Der Polizist hatte zuvor mit Kollegen einen anderen Einsatz. Als sie die Meldung von einer Schlägerei erhielten, eilten sie zum Ort des Geschehens. Dort fanden sie Henry Nowak blutend auf dem Boden. Statt Erste Hilfe zu leisten, zweifelte der Beamte die Aussage des Opfers an.

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Ermittlungen gegen den Polizisten

Die Staatsanwaltschaft ermittelt nun gegen den Polizisten wegen unterlassener Hilfeleistung. Es stellt sich die Frage, warum der Beamte nicht sofort handelte. Experten kritisieren das Verhalten als grob fahrlässig. „Jeder Bürger hat das Recht auf schnelle Hilfe, besonders in solchen Situationen“, sagt ein Polizeisprecher.

Henry Nowak starb noch am Tatort. Die Obduktion ergab, dass er bei rechtzeitiger Hilfe vermutlich überlebt hätte. Die Familie des Opfers ist fassungslos. „Mein Sohn rief um Hilfe, und niemand half ihm“, sagt die Mutter unter Tränen.

Reaktionen aus der Politik

Der Fall sorgt für Empörung in der Berliner Politik. Innensenatorin Iris Spranger (SPD) spricht von einem „schockierenden Vorfall“. Sie hat eine interne Untersuchung angeordnet. „Wir müssen sicherstellen, dass sich so etwas nicht wiederholt“, so Spranger.

Die Gewerkschaft der Polizei zeigt sich bestürzt. „Das Verhalten des Kollegen ist nicht zu entschuldigen“, sagt ein Sprecher. Man werde die Ermittlungen voll unterstützen. Der Polizist wurde vom Dienst suspendiert.

Öffentliche Trauer und Proteste

In Berlin gab es in den letzten Tagen Mahnwachen für Henry Nowak. Hunderte Menschen gedachten des jungen Mannes. Sie fordern Konsequenzen für den Polizisten. „Solche Fälle dürfen nicht einfach unter den Teppich gekehrt werden“, sagt eine Teilnehmerin.

Der Fall hat auch eine Debatte über Rassismus in der Polizei ausgelöst. Henry Nowak hatte einen Migrationshintergrund. Kritiker werfen der Polizei vor, dass sie bei nicht-weißen Opfern oft weniger engagiert sei. Die Behörden weisen dies zurück.

Fazit

Der Mordfall Henry Nowak zeigt ein Versagen der Polizei. Ein junger Mann starb, weil ein Beamter seine Hilferufe ignorierte. Die Ermittlungen werden nun zeigen, ob es sich um Einzelfall oder Systemversagen handelt. Die Familie hofft auf Gerechtigkeit.

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