125 Jahre Heidekrautbahn: Eine Lücke bleibt offen
125 Jahre Heidekrautbahn: Lücke bleibt offen

Jubiläum der Heidekrautbahn: 125 Jahre Eisenbahngeschichte

Die Niederbarnimer Eisenbahn (NEB) feiert in diesem Jahr ein besonderes Jubiläum: Die Heidekrautbahn wird 125 Jahre alt. Was einst mit Dampflokomotiven begann, wird heute mit modernen Wasserstoff- und Batteriezügen betrieben. Doch trotz aller Fortschritte bleibt eine wichtige Verbindung unterbrochen.

Von der Dampflok zur Wasserstoffflotte

Die NEB ist heute im Auftrag des Verkehrsverbundes Berlin-Brandenburg (VBB) auf elf Regionalbahnstrecken im Norden und Osten Brandenburgs unterwegs. Seit Dezember 2024 betreibt das Unternehmen nach eigenen Angaben sowohl die erste Flotte von Wasserstoffzügen als auch die erste Batteriefahrzeugflotte in der Region Berlin-Brandenburg. Dies markiert einen Meilenstein in der Geschichte der Bahn.

Feierlichkeiten in Wandlitz

Zur Jubiläumsfeier auf dem Betriebsgelände in Wandlitz (Kreis Barnim) gratulierte auch Verkehrsminister Robert Crumbach (SPD). Sein Ministerium schrieb auf Instagram: „Die Faszination für die damals mit Dampf und heute teils mit Wasserstoff betriebene Eisenbahn hat bis heute nie nachgelassen.“ Die Feierlichkeiten würdigten die lange Tradition und die zukunftsweisende Entwicklung der Heidekrautbahn.

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Die historische Entwicklung

Der Kreis Niederbarnim beschloss laut NEB im Jahr 1897 den Bau einer eigenen Eisenbahn von Liebenwalde über Basdorf nach Reinickendorf-Rosenthal sowie eines Abzweigs nach Groß Schönebeck. Im Mai 1901 wurde die Strecke in Betrieb genommen. „Besonders der Wandlitzsee zog viele Besucher an; 1905 entstand dort ein neuer Haltepunkt. Mit dem wachsenden Ausflugsverkehr setzte sich der Name 'Heidekrautbahn' durch“, so die NEB.

Die Folgen der Teilung Berlins

Nach dem Zweiten Weltkrieg brachte der Mauerbau 1961 eine tiefe Zäsur: Die Bahnhöfe Wilhelmsruh und Rosenthal wurden abgerissen, Gleise demontiert und der Grenzstreifen vollständig gesichert. Die Verbindung zwischen Wilhelmsruh und Basdorf wurde unterbrochen. Mit der Wiedervereinigung änderte sich die Situation grundlegend. Das Jahr 2005 brachte laut NEB eine weitere Zäsur: „Mit dem Zuschlag für den Betrieb des Regionalverkehrs auf der Heidekrautbahn ab Dezember 2005 beginnt für die Niederbarnimer Eisenbahn eine neue Ära: Nach der Rückübertragung der Infrastruktur in den 1990ern können nun auch wieder eigene Züge rollen.“

Bestehende Lücke bleibt ungeschlossen

Doch eine Lücke bleibt bestehen – und es ist unklar, wann sie geschlossen wird. Die durch die Teilung Berlins unterbrochene Verbindung zwischen Wilhelmsruh und Basdorf ist weiterhin nicht wieder aufgebaut. Dies stellt eine Herausforderung für die Zukunft der Heidekrautbahn dar, denn eine durchgehende Strecke wäre ein wichtiger Schritt für die regionale Mobilität.

Ausblick

Die NEB setzt weiterhin auf nachhaltige Antriebe und moderne Technik. Die Heidekrautbahn bleibt ein Symbol für die Verbindung von Tradition und Innovation im brandenburgischen Nahverkehr. Ob die Lücke eines Tages geschlossen wird, bleibt abzuwarten.

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