Der Rechtsstreit um Marius Borg Høiby (29) geht in die nächste Runde. Der älteste Sohn von Norwegens Kronprinzessin Mette-Marit (52) hat offiziell Berufung gegen sein Urteil eingelegt. Das bestätigte sein Verteidiger der norwegischen Nachrichtenagentur NTB.
Hintergrund des Urteils
Ein Gericht in Oslo hatte Marius erst vergangene Woche zu vier Jahren Gefängnis verurteilt. Insgesamt ging es um 34 Straftaten. Nun will sich der 29-Jährige gegen Teile des Urteils wehren. Konkret richtet sich die Berufung gegen die Verurteilungen wegen zweier Vergewaltigungen nach norwegischem Recht sowie wegen Missbrauchs in einer früheren Beziehung.
Marius war ursprünglich wegen vier Vergewaltigungen angeklagt worden. Verurteilt wurde er jedoch nur in zwei Fällen. Nach den Feststellungen des Gerichts soll er jeweils mit dem Finger in eine Frau eingedrungen sein, während diese schlief.
Untersuchungshaft und Kontaktverbot
Bereits seit Anfang Februar sitzt Høiby in Untersuchungshaft. Grund war ein Verstoß gegen ein Kontaktverbot gegenüber einer Ex-Freundin. Mehrfach versuchte er in den vergangenen Monaten, aus der U-Haft entlassen zu werden. Dabei verwies er unter anderem auf die schwere Lungenerkrankung seiner Mutter Mette-Marit. Doch die Gerichte lehnten alle Anträge ab.
Auch unmittelbar nach seiner Verurteilung hatte Høiby einen weiteren Versuch gestartet, die Untersuchungshaft zu beenden. Das Gericht sagte erneut Nein. Er möchte aber laut der Zeitung „Aftenposten“ gegen diese Entscheidung allerdings nicht vorgehen.
Ausblick auf den Berufungsprozess
Der Berufungsprozess könnte nach norwegischen Medienberichten erst im kommenden Jahr stattfinden. Damit bleibt Marius Borg Høiby vorerst in Haft, während sein Fall weiter vor Gericht verhandelt wird.



