Fall Tanja K.-P.: Ehemann wegen Totschlagsverdacht festgenommen
Ehemann im Fall Tanja K.-P. wegen Totschlags festgenommen

Neue Wende im Fall der seit Monaten vermissten Tanja K.-P. (44) aus Noer in Schleswig-Holstein: Am Dienstagmorgen haben Ermittler der Mordkommission Kiel den Ehemann der Frau, den Deutsch-Russen Stanislav P. (50), festgenommen. Gegen 8.30 Uhr rückten Kripo-Beamte bei dem Verdächtigen in Büdelsdorf an. Der 50-Jährige wurde nach Angaben der Polizei widerstandslos festgenommen. Gegen ihn besteht nun ein dringender Tatverdacht wegen Totschlags. Seine Vorführung vor einem Haftrichter ist für den Dienstagnachmittag geplant, wie Staatsanwaltschaft und Polizei mitteilten.

Verdacht erhärtete sich im Laufe der Ermittlungen

Bereits seit Beginn der Ermittlungen stand der Ehemann im Fokus der Kriminalisten. Nun haben sich die Verdachtsmomente nach Angaben von Polizei und Staatsanwaltschaft deutlich verdichtet. Die Ermittler werteten Datenträger aus und führten umfangreiche kriminaltechnische Untersuchungen durch. Die dabei gewonnenen Erkenntnisse und Indizien reichten nach Ansicht der Staatsanwaltschaft aus, um einen dringenden Tatverdacht zu begründen. Das Amtsgericht Kiel erließ daraufhin einen Haftbefehl wegen des Verdachts des Totschlags, der am Dienstag vollstreckt wurde.

Immer wieder Absuchen in Gewässern

Erst in der vergangenen Woche hatte die Polizei mit einem Großaufgebot nach der Vermissten gesucht. Rund 100 Einsatzkräfte durchkämmten den Westensee sowie angrenzende Waldgebiete im Kreis Rendsburg-Eckernförde. Taucher, Sonarboote, Drohnen, Spürhunde und das Technische Hilfswerk waren im Einsatz. Auslöser waren neue Zeugenhinweise. Eine Leiche wurde bei der Suche jedoch nicht gefunden.

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Seit März 2025 spurlos verschwunden

Tanja K.-P. war zuletzt am 21. März 2025 gesehen worden. Wenige Tage später meldete ihr Ehemann die Mutter als vermisst. Schon nach den ersten Ermittlungen vermuteten die Beamten eine Straftat hinter ihrem Verschwinden. Zwischenzeitlich war der Mann bereits festgenommen worden, kam jedoch wieder auf freien Fuß. Die Ermittler gehen inzwischen davon aus, dass die 44-Jährige nicht mehr am Leben ist. Trotz zahlreicher Suchaktionen – unter anderem am Windebyer Noor und auf einem Bundeswehrgelände bei Eckernförde – fehlt von ihr bislang jede Spur.

Polizei sucht weiter Zeugen

Polizei und Staatsanwaltschaft bitten weiterhin um Hinweise aus der Bevölkerung. Über das Hinweisportal der Polizei Schleswig-Holstein können auch Fotos und Videos anonym hochgeladen werden. Hinweise nimmt die Polizei außerdem unter der Telefonnummer 0431/1603333 entgegen.

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