Nach dem Fund eines toten Babys in Renningen bei Stuttgart wird der Leichnam obduziert, um die Todesursache zu klären. Ein Polizeisprecher erklärte, dass die Ergebnisse voraussichtlich am Dienstag erwartet werden. Zur endgültigen Identifizierung des Jungen steht noch ein DNA-Abgleich aus, wie Polizei und Staatsanwaltschaft mitteilten. Die Polizei hatte das tote Kind am Freitag nach einer stundenlangen Suchaktion entdeckt.
Vermisstenmeldung und Suchaktion
Seit dem späten Donnerstagabend galt der drei Monate alte Junge als verschollen. Die Eltern hatten die Vermisstenanzeige gestellt. Der Säugling war nach Angaben der Polizei kurz vor Mitternacht aus seinem Kinderwagen verschwunden. Lange Zeit war unklar, wo das Kind sein könnte. Konkrete Hinweise zum Verbleib gab es zunächst keine.
Es folgte eine großangelegte Suchaktion, an der sich Dutzende Kräfte der Polizei beteiligten. Suchhunde des Deutschen Roten Kreuzes, Hubschrauber, Drohnen mit Wärmebildkameras und Leichenspürhunde waren im Einsatz. Gegen 13.45 Uhr fand die Polizei dann die Babyleiche. Den Umständen nach dürfte es sich um das vermisste Kind handeln, hieß es zunächst. Die Identität wurde noch überprüft, aber die Suchaktion beendet.
Ermittlungen und weiteres Vorgehen
Die Ermittlungsbehörden hielten sich zunächst mit Details zur Auffindesituation und der mutmaßlichen Todesursache bedeckt. Die Kriminalpolizei des Polizeipräsidiums Ludwigsburg und die Staatsanwaltschaft Stuttgart ermitteln in dem Fall. Ein Polizeisprecher betonte, dass es zunächst darum gehe, die Todesursache zu ermitteln. Erst auf Basis dieser Erkenntnisse würden gegebenenfalls strafrechtliche Ermittlungen mit einem konkreten Tatvorwurf eingeleitet.



