Amoktat in Stade: Sechs Tote, Misshandlungsvorwurf und seltsamer Brief
Amoktat in Stade: Sechs Tote und seltsamer Brief

Sechs Tote bei Amoktat in Stade

Bei einer Amoktat in einer Mutter-Kind-Einrichtung in Stade hat Fatih Khan G. sechs Menschen erschossen. Der Täter war zuvor wegen des Vorwurfs der Kindesmisshandlung ins Visier der Ermittler geraten. Ein dem SPIEGEL vorliegendes Schreiben verteidigt ihn.

Ermittlungen wegen Kindesmisshandlung

Gegen den 34-jährigen Fatih Khan G. wurde bereits vor der Tat ermittelt. Die Staatsanwaltschaft Stade bestätigte, dass ein Verfahren wegen des Verdachts der Kindesmisshandlung anhängig war. Details zu den Vorwürfen wurden zunächst nicht genannt. Die Tat ereignete sich am Dienstagmorgen in der Einrichtung, die Müttern und Kindern Schutz bietet.

Seltsamer Brief verteidigt Täter

In einem Schreiben, das dem SPIEGEL vorliegt, wird Fatih Khan G. vehement verteidigt. Der Verfasser, der namentlich nicht genannt wird, bezeichnet die Misshandlungsvorwürfe als „haltlos“ und spricht von einer „Verschwörung“ gegen den Täter. Der Brief wurde offenbar kurz vor der Tat verfasst. Die Ermittler prüfen nun, ob das Schreiben im Zusammenhang mit der Tat steht.

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Ablauf der Tat

Nach Angaben der Polizei betrat Fatih Khan G. gegen 9:30 Uhr die Einrichtung und eröffnete sofort das Feuer. Fünf Frauen und ein Mann kamen ums Leben, mehrere weitere Personen wurden verletzt. Der Täter wurde von einem Sondereinsatzkommando überwältigt und festgenommen. Die Hintergründe der Tat sind noch unklar.

Reaktionen und Trauer

Die Stadt Stade steht unter Schock. Bürgermeister Sönke Hartlef sprach von einer „unfassbaren Tragödie“. Bundesinnenministerin Nancy Faeser kündigte eine schnelle Aufklärung an. In der Einrichtung wurden Kriseninterventionsteams eingesetzt, um die Betroffenen zu unterstützen.

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