Prozessauftakt in Berlin: 21-Jähriger schweigt zu Erpressung und Raub
Am Berliner Landgericht hat der Prozess gegen einen 21-jährigen Mann begonnen, der beschuldigt wird, gemeinsam mit Komplizen einen Bauunternehmer erpresst und überfallen zu haben. Der Angeklagte verweigerte zu Prozessbeginn die Aussage zu den Vorwürfen. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm unter anderem versuchte schwere räuberische Erpressung, Raub und gefährliche Körperverletzung vor.
Schüsse auf Wohnhaus und Fahrzeug als Drohkulisse
Laut Anklage sollen die Täter im November 2025 zwölf Mal auf ein Haus in Berlin-Reinickendorf geschossen haben, das dem Schwiegervater des 45-jährigen Bauunternehmers gehört. Einen Tag später forderten sie telefonisch 800.000 Euro Lösegeld und verwiesen auf die Schüsse. Als der Unternehmer nicht zahlte, wurde im Dezember zweimal auf das Fahrzeug seiner Partnerin geschossen. Der Angeklagte soll zudem eine WhatsApp-Nachricht mit der Drohung geschickt haben, dem Opfer bei Nichtzahlung in den Kopf zu schießen. Der 45-Jährige zahlte nicht.
Raubüberfall im Büro
Bereits Ende Oktober 2025 soll der Angeklagte mit drei Komplizen in das Büro des Unternehmers eingedrungen sein. Die Angreifer schlugen den 45-Jährigen und rissen ihm eine Armbanduhr im Wert von rund 80.000 Euro vom Handgelenk. Ein Zeuge berichtete, dass es im Büro des Chefs zunächst einen lautstarken Termin gegeben habe, kurz darauf seien vermummte Männer erschienen.
Festnahme und weiterer Prozessverlauf
Der 21-Jährige wurde Anfang Januar festgenommen und befindet sich seitdem in Untersuchungshaft. Der Prozess ist bislang auf drei weitere Verhandlungstage bis zum 22. Juli terminiert. Die Ermittlungen zu den weiteren Tätern dauern an.



