Zuckerfasten bei ADHS: Expertin erklärt, wie es Symptome lindern kann
Zuckerfasten bei ADHS: Expertin erklärt Wirkung

Fasten liegt im Trend – doch gerade für Menschen mit ADHS kann es riskant sein. Eine Expertin erklärt, warum Zuckerfasten eine Ausnahme ist und sogar helfen kann.

Fasten und ADHS: Eine heikle Kombination

Intervallfasten, Heilfasten, Zuckerfasten – diese Ernährungskonzepte sind derzeit in aller Munde. Viele Menschen erhoffen sich davon mehr Energie und einen klareren Kopf. Doch für Menschen mit ADHS kann Fasten eine echte Falle sein. Das ADHS-Gehirn reagiert auf Nahrungsentzug völlig anders als ein neurotypisches Gehirn. Die Berliner Heilpraktikerin für Psychotherapie Jenn Gampe weiß das aus zwei Perspektiven: als Expertin und als Betroffene. Sie selbst hat ADHS und behandelt in ihrer Privatpraxis Menschen mit Asperger, ADHS, Hochbegabung und Hochsensibilität.

Warum Fasten ADHS-Symptome verschärfen kann

Fasten kann für das ADHS-Gehirn wie ein Stromausfall wirken. Die Expertin erklärt, dass bestimmte Fastenformen die Symptome zusätzlich belasten können. Einige Fastenformen seien dabei besonders gefährlich – mit einer Ausnahme. Denn diese könne Menschen mit ADHS tatsächlich helfen.

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Zuckerfasten als Ausnahme

Zuckerfasten ist eine Fastenform, bei der auf Zucker und stark verarbeitete Kohlenhydrate verzichtet wird. Laut Jenn Gampe kann diese Form des Fastens bei ADHS-Patienten zu einer deutlichen Reduktion der Symptome führen. Studien und Erfahrungsberichte deuten darauf hin, dass bis zur Hälfte weniger Symptome möglich sind. Der Grund: Ein stabiler Blutzuckerspiegel verhindert die typischen Energieabfälle, die ADHS-Symptome verstärken können.

So gestalten Betroffene ihre Ernährung richtig

Um Konzentration und Energie zu erhalten, empfehlen Experten eine ausgewogene Ernährung mit regelmäßigen Mahlzeiten. Für ADHS-Betroffene ist es besonders wichtig, auf eine gleichmäßige Zufuhr von Nährstoffen zu achten. Zuckerfasten kann dabei helfen, Heißhungerattacken zu vermeiden und den Fokus zu verbessern. Wer fasten möchte, sollte jedoch immer Rücksprache mit einem Arzt oder Therapeuten halten, um Risiken zu vermeiden.

Fazit: Zuckerfasten als Chance für ADHS-Patienten

Während viele Fastenformen für Menschen mit ADHS problematisch sein können, bietet Zuckerfasten eine vielversprechende Alternative. Die Expertin rät, sich langsam an diese Ernährungsform heranzutasten und auf die Signale des eigenen Körpers zu achten. Mit der richtigen Herangehensweise kann Zuckerfasten dazu beitragen, die Lebensqualität von ADHS-Betroffenen zu verbessern.

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