In Mexiko-Stadt ist es nur gut eine Woche vor dem Eröffnungsspiel der Fußball-Weltmeisterschaft zu schweren Auseinandersetzungen zwischen demonstrierenden Lehrkräften und der Polizei gekommen. Die Lehrerinnen und Lehrer, die sich zu einer großen Gewerkschaft zusammengeschlossen haben, versuchten gewaltsam, den zentralen Zócalo-Platz zu erreichen. Dieser Platz wird derzeit für eine riesige Fanzone hergerichtet, in der die WM-Spiele auf einer Großbildleinwand übertragen werden sollen.
Polizei schreitet hart ein
Die Polizei setzte Tränengas ein, um die Menge zu zerstreuen. Bei den Zusammenstößen wurden nach Angaben der Behörden zwei Lehrkräfte verletzt. Die Demonstranten hatten zuvor versucht, die Metallzäune zu überwinden, die den Platz seit Tagen absperren. Die Sicherheitskräfte konnten den Protest schließlich auflösen, doch die Stimmung bleibt angespannt.
Forderungen nach mehr Gehalt und besseren Renten
Die Lehrerproteste richten sich gegen die ihrer Meinung nach unzureichende Bezahlung und die schlechten Rentenbedingungen. Die Gewerkschaft droht damit, die Proteste auch während der laufenden WM fortzusetzen, falls die Regierung nicht auf ihre Forderungen eingeht. Mexikos Präsidentin Claudia Sheinbaum hatte bereits klargestellt, dass eine vollständige Erfüllung der Forderungen aufgrund der angespannten Haushaltslage nicht möglich sei.
WM als Zündstoff
Mexiko ist gemeinsam mit den USA und Kanada Ausrichter der Weltmeisterschaft. Das erste Spiel findet am 11. Juni im Aztekenstadion statt, wo Mexiko auf Südafrika trifft. Die Behörden befürchten weitere Proteste während des Turniers, das Millionen von Fans anziehen wird. Die Lehrer haben angekündigt, ihre Demonstrationen notfalls bis zur letzten Minute auszudehnen, um Druck auf die Regierung auszuüben.
Die Situation bleibt angespannt, und es ist unklar, ob eine Einigung vor dem Anpfiff erzielt werden kann. Die Polizei ist in erhöhter Alarmbereitschaft, um weitere Ausschreitungen zu verhindern.



