Schlafmangel verstärkt Gehirnzell-Verbindungen laut Studie
Schlafmangel verstärkt Gehirnzell-Verbindungen

Schlafmangel kann einer kleinen Studie zufolge direkte Auswirkungen auf die Struktur des Gehirns haben. Eine schlaflose Nacht führt offenbar zu verstärkten Verbindungen zwischen Gehirnzellen, berichtet ein Forschungsteam im Fachjournal „PLOS Biology“. Darauf weise eine steigende Menge entsprechender Marker hin.

Studie untersucht Auswirkungen von Schlafentzug

Forscher der University of Colorado Boulder und anderer Einrichtungen untersuchten die Gehirne von 13 gesunden Erwachsenen. Nach einer normalen Nacht und nach einer Nacht ohne Schlaf wurden Proben des Gehirnwassers entnommen. Dabei zeigte sich: Nach der schlaflosen Nacht war die Konzentration von Proteinen, die an der Bildung und Stärkung von Synapsen beteiligt sind, signifikant erhöht.

Mögliche Erklärung für kognitive Beeinträchtigungen

„Unsere Ergebnisse deuten darauf hin, dass Schlafmangel die synaptische Plastizität im menschlichen Gehirn beeinflusst“, sagte Studienleiterin Dr. Annett Stein. Die verstärkten Verbindungen könnten erklären, warum Schlafmangel zu Konzentrationsproblemen, Gedächtnisstörungen und erhöhter Reizbarkeit führt. Die Ergebnisse sind jedoch vorläufig und bedürfen weiterer Forschung.

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