Früher litt Theresa (34) unter Asthma und Darmproblemen. Nach einer Mikrobiomuntersuchung stellte sie ihre Ernährung um. Das änderte alles. Von Marta Ways, Redakteurin im Ressort Leben. 10.06.2026, 15:54 Uhr.
Heute führt Theresa Ross (34) ein beschwerdefreies Leben – doch das war nicht immer so. In ihrer Jugend war Theresa ständig krank, entwickelte Asthma und hatte Bauchschmerzen. Nach einer Darmsanierung stellte sie ihre Ernährung um und wurde allmählich beschwerdefrei. Ein Charité-Professor erklärt, ob Mikrobiom-Analysen sinnvoll sind und was den Darm heilt.
Der Darm ist so etwas wie der Superheld unseres Körpers und weit mehr als nur ein Verdauungsorgan – immerhin wird er von stattlichen 100 Billionen Bakterien besiedelt. Und: 70 bis 80 Prozent unserer Immunzellen befinden sich dort. Geht es dem Darm nicht gut, kann das weitreichende Folgen haben. Nur haben ihn viele nicht wirklich auf dem Schirm. So auch Theresa Ross. Schon ihre Kindheit ist geprägt von ständigen Atemwegsinfekten.
„Ich war früher immer diejenige, die ständig krank war und sich von Infekt zu Infekt geschleppt hat. Etwas kurzatmig war ich auch als Kind schon, später kam die Diagnose Asthma“, erzählt Theresa. Auch ihre Verdauung macht der gelernten Industriekauffrau schon, seit sie denken kann, Probleme; Bauchschmerzen sind an der Tagesordnung. „Es war eine Abwärtsspirale, die nicht aufgehört hat“, berichtet die 34-Jährige. Diese endet erst, als sie beginnt, ihre Darmgesundheit gezielt zu verbessern.
Nach einer umfassenden Mikrobiomuntersuchung erkannte Theresa, dass ihre Darmflora aus dem Gleichgewicht geraten war. Sie stellte ihre Ernährung radikal um: weg von stark verarbeiteten Lebensmitteln, hin zu ballaststoffreicher Kost, fermentierten Produkten und probiotischen Lebensmitteln. Zudem nahm sie gezielt Präbiotika und Probiotika zu sich. Schritt für Schritt verbesserte sich ihr Zustand. Die Asthmabeschwerden ließen nach, und schließlich konnte sie ihr Spray ganz absetzen.
Ein Professor der Charité erklärt, dass Mikrobiom-Analysen durchaus sinnvoll sein können, wenn sie mit einer fundierten Ernährungsberatung einhergehen. Entscheidend sei jedoch, die Ergebnisse richtig zu interpretieren und individuelle Maßnahmen abzuleiten. „Der Darm ist ein komplexes Ökosystem. Eine gesunde Ernährung mit viel Gemüse, Obst und Vollkornprodukten sowie ausreichend Bewegung und Stressreduktion können die Darmgesundheit nachhaltig fördern“, so der Experte. Er warnt jedoch vor übertriebenen Versprechungen und empfiehlt, bei chronischen Erkrankungen immer einen Arzt zu konsultieren.
Theresas Geschichte zeigt, wie eng Darmgesundheit und Immunsystem miteinander verbunden sind. Ihre Erfahrung macht Mut, den eigenen Körper ganzheitlich zu betrachten und bei hartnäckigen Beschwerden auch an den Darm zu denken.



