Für den dringend erforderlichen Neubau des Potsdamer Klinikums „Ernst von Bergmann“ hat sich eine neue favorisierte Planungsvariante herauskristallisiert. Das Großprojekt, das mit Kosten von rund 750 Millionen Euro veranschlagt wird, soll in den nächsten zehn Jahren realisiert werden. Die Finanzierung ist jedoch noch nicht abschließend geklärt.
Standort an der Berliner Straße
Der genaue Standort in der Innenstadt steht nun fest: Geplant ist ein bis zu neun Etagen hoher Quaderbau mit einer Grundfläche von 100 mal 140 Metern und zwei Kellergeschossen. Errichtet werden soll das Gebäude an der Berliner Straße, gegenüber dem dortigen Netto-Discounter. Für das Vorhaben müssen unter anderem Wohnheimplätze für Personal und Auszubildende sowie das Gebäude des städtischen Gesundheitsamts weichen.
Zeitplan und Herausforderungen
Das ambitionierte Bauvorhaben ist auf einen Zeitraum von zehn Jahren ausgelegt. Neben der Finanzierung müssen auch die erforderlichen Abrissarbeiten und die Umsiedlung der betroffenen Einrichtungen koordiniert werden. Die Stadtverwaltung und die Klinikleitung arbeiten eng zusammen, um die Planung voranzutreiben.
Der Neubau ist notwendig, um die medizinische Versorgung in Potsdam langfristig zu sichern und den gestiegenen Anforderungen an die moderne Krankenhausinfrastruktur gerecht zu werden. Das bisherige Klinikum entspricht nicht mehr den aktuellen Standards und ist sanierungsbedürftig.
Reaktionen aus der Politik
Oberbürgermeister und Landtagsabgeordnete begrüßen die Entscheidung für den Standort. Sie betonen die Bedeutung des Projekts für die Gesundheitsversorgung der Region. Kritische Stimmen fordern jedoch eine transparente Kostenkontrolle und eine frühzeitige Bürgerbeteiligung.
Die Planungen sehen vor, dass der Neubau modernste medizinische Technik und mehr Platz für Patienten und Personal bietet. Auch die Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr soll verbessert werden.



