Victor Willis, der Leadsänger der weltberühmten Disco-Band Village People, ist tot. Er starb am Dienstag im Alter von 74 Jahren an den Folgen einer „kurzen, aber aggressiven“ Erkrankung, wie seine Ehefrau am Mittwoch in den sozialen Medien mitteilte.
Ehefrau bestätigt Tod des Sängers
„Mit tiefer Trauer muss ich den Tod meines Ehemanns, Victor Willis, bekanntgeben“, schrieb seine Frau. „Victor ist am Dienstag, dem 30. Juni 2026, an den Folgen einer kurzen, aber aggressiven Erkrankung gestorben.“ Willis war bei Auftritten der Village People stets als Polizist verkleidet und prägte damit das Image der Band maßgeblich.
Pionier der Disco-Bewegung
Der in Texas geborene Willis zählte zu den Pionieren der Disco-Bewegung der späten 1970er Jahre. Bekannt wurde er als Leadsänger der sechsköpfigen Band Village People, die 1977 von dem französischen Produzentenduo Jacques Morali und Henri Belolo in New York zusammengestellt wurde. Mit Hits wie „Y.M.C.A.“, „In the Navy“ und „Macho Man“ feierte die Band weltweit Riesenerfolge.
Legendäre Verkleidungen und Hymne der Schwulenbewegung
Die Band wurde nicht nur durch ihre Musik, sondern auch durch ihre ausgefallenen Verkleidungen legendär: Die sechs Mitglieder traten als Polizist, Soldat, Bauarbeiter, Rocker, Cowboy und Indianer auf. „Y.M.C.A.“, ein Song über den Christlichen Verein Junger Männer (Young Men's Christian Association), entwickelte sich zu einer Hymne der Schwulenbewegung und erfreute sich zuletzt auch bei US-Präsident Donald Trump großer Beliebtheit, der den Hit von 1978 gerne bei seinen Auftritten spielen ließ.
Vermächtnis der Village People
Mit dem Tod von Victor Willis verliert die Musikwelt eine ihrer schillerndsten Figuren der Disco-Ära. Die Village People verkauften weltweit Millionen von Platten und prägten mit ihren eingängigen Melodien und provokativen Texten eine ganze Generation. Ihr Song „Y.M.C.A.“ ist bis heute ein fester Bestandteil von Partys und Sportveranstaltungen weltweit.



