Nach einem öffentlichen Streit mit der Stadt und einer zunächst abgesagten Veranstaltung hat der Autor und Politik-Aktivist Arne Semsrott nun doch in der Magdeburger Stadtbibliothek gelesen. Die Matinee am Samstag in der Zentralbibliothek der Landeshauptstadt war ebenso ausverkauft wie die Abendveranstaltung am Freitag in einem Kulturzentrum. Rund 150 Besucherinnen und Besucher waren gekommen. Proteste gegen die Vorstellung seines Buches „Gegenmacht – Die Zivilgesellschaft schlägt zurück“ blieben aus.
Hintergrund des Streits
Die ursprünglich in der Magdeburger Stadtbibliothek geplante Lesung war vor mehr als zwei Wochen zunächst abgesagt worden. Semsrott warf der Stadt daraufhin vor, dies aus Angst vor politischem Druck durch die AfD getan zu haben. Magdeburgs Oberbürgermeisterin Simone Borris (parteilos) wies diese Vorwürfe zurück und lud Semsrott zu einem Gespräch ein. An der Matinee nahm Borris persönlich teil.
Inhalt des Buches
In seinem neuen Buch beschreibt der Politik-Aktivist nach Verlagsangaben, wie sich Menschen zivilgesellschaftlich engagieren können – etwa mit strategischen Rechtskämpfen oder Volksentscheiden. Es gehe darum, demokratische Mittel zu nutzen, um Einfluss zu nehmen und Gegenmacht aufzubauen.
Die Veranstaltung in der Stadtbibliothek verlief ohne Zwischenfälle. Semsrott zeigte sich zufrieden mit dem Verlauf und betonte die Bedeutung der Zivilgesellschaft für die Demokratie. Die Lesung war Teil einer Reihe, die sich mit politischem Aktivismus beschäftigt.



