Schrauben und rechte Gruppen stören CSD-Umzug in Wernigerode
Schrauben und Rechte stören CSD in Wernigerode

Störaktionen beim CSD in Wernigerode

Der Christopher Street Day (CSD) in Wernigerode am vergangenen Wochenende wurde von mehreren Störaktionen überschattet. Unbekannte hatten Schrauben auf der Demonstrationsstrecke verteilt, während rechte Gruppen ihre Präsenz zeigten. Dennoch verlief der Umzug nach Angaben der Polizei insgesamt störungsfrei.

Gefährliche Schrauben auf der Strecke

Nach Aussage des Veranstalters mussten entlang der Route zunächst schwarze Schnellbauschrauben eingesammelt werden, bevor der Demonstrationszug passieren konnte. „Diese waren auf dem Asphalt nur schwer zu erkennen und stellten ein erhebliches Verletzungsrisiko für Teilnehmer und Fahrzeuge dar“, erklärte Falko Jentsch vom veranstaltenden CSD Magdeburg. Die Aktion habe bei vielen Teilnehmern für Unbehagen gesorgt.

Rechte Gruppen zeigen Flagge

Etwa 20 bis 30 Menschen aus dem rechten Spektrum versammelten sich auf einer Brücke über einem Tunnel in der Stadt und zeigten große Deutschlandflaggen. Weitere kleinere Gruppen und Einzelpersonen waren im Stadtgebiet unterwegs. Die Polizei sicherte die Demonstration mit zahlreichen Kräften ab. „Man merkte eine Anspannung“, so Jentsch über die Stimmung.

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Polizei registriert Straftaten

Die Polizei nahm die Vorfälle mit den Schrauben auf und registrierte zudem einen mutmaßlichen Verstoß gegen das Verwenden von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen. Größere Zwischenfälle blieben jedoch aus.

Auftakt mit Prominenz

Zum Auftakt der Veranstaltung hielten unter anderem Wernigerodes Oberbürgermeister Tobias Kascha (SPD), Vertreter des Landkreises Harz sowie Sachsen-Anhalts Umweltminister Armin Willingmann (SPD) Grußworte. Die Abschlusskundgebung auf dem Marktplatz verlief ohne größere Zwischenfälle.

Erinnerung an Drohung im Vorjahr

Bereits im vergangenen Jahr hatte es vor dem CSD in Wernigerode eine mutmaßliche Gewaltdrohung gegeben. Gegen einen damals 20-Jährigen wurde wegen des Verdachts ermittelt, eine Straftat gegen die Veranstaltung angedroht zu haben. Bei einer Wohnungsdurchsuchung fanden Ermittler zudem Munition. Der CSD selbst verlief damals friedlich.

Hintergrund des Christopher Street Day

Der Christopher Street Day erinnert an die Aufstände der queeren Community gegen Polizeirazzien in der New Yorker Christopher Street im Jahr 1969. Die Veranstaltungen werben für die Rechte und gesellschaftliche Akzeptanz queerer Menschen.

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