Im Mordfall des achtjährigen Fabian, der in einem abgelegenen Rapsfeld getötet wurde, rücken Fußspuren in den Fokus des Prozesses. Die Ermittler fanden am Tatort insgesamt 28 Schuhabdrücke im nassen Boden. Diese Spuren sollen nun die Ex-Partnerin von Fabians Vater belasten, die als Angeklagte vor Gericht steht.
Rekonstruktion der Tatortspuren
Die Ermittler versuchten, jeden Schritt zwischen Jagdhochsitz, Tümpel und dem Ort des Verbrechens zu rekonstruieren. Dabei führten die Spuren immer wieder zu der Frau, die mit dem Vater des Jungen liiert war. Die Frage, ob die Abdrücke tatsächlich von ihr stammen, ist zentral für das Verfahren.
Die Rolle der Pammys-Schuhe
Besondere Bedeutung kommt den sogenannten Pammys-Schuhen zu. Die Angeklagte besitzt drei Paar dieser Schuhe, die nach Ansicht der Sachverständigen mit den Abdrücken am Tatort übereinstimmen könnten. Die Gutachter prüfen derzeit, ob die Spuren eindeutig diesen Schuhen zugeordnet werden können.
Zweifel des Gerichts
Das Gericht äußerte jedoch Zweifel an der Beweiskraft der Fußspuren. So sei unklar, ob die Abdrücke tatsächlich zum Tatzeitpunkt entstanden sind oder möglicherweise früher. Zudem könnten Witterungseinflüsse die Spuren verändert haben. Die Verteidigung der Angeklagten argumentiert, dass die Schuhe weit verbreitet seien und die Spuren nicht eindeutig ihrer Mandantin zugeordnet werden könnten.
Der Prozess wird fortgesetzt, weitere Gutachten sollen Klarheit bringen. Die Öffentlichkeit verfolgt den Fall mit großer Anteilnahme, da der gewaltsame Tod des Jungen die Region erschüttert hat.



