Lesermeinungen: Kaufland, Rente, Handyverbot an Schulen – Ihre Stimmen
Lesermeinungen: Kaufland, Rente, Handyverbot an Schulen

Kaufland in der Schloßstraße: Zu viele Einkaufszentren?

In der Schloßstraße in Steglitz gibt es schlicht zu viele Einkaufszentren. Das Kundenpotenzial im Süden Berlins ist längst ausgeschöpft, zumal der Internethandel weiter boomt. Immer wieder gibt es neue Hoffnungsträger: erst das Schloss-Straßen-Center, dann Primark, dann Boulevard und Galeria, jetzt Edeka im Forum Steglitz mit Weinbar – und demnächst Kaufland. Das zieht Kundenströme an und lässt andere Standorte veröden. Die Lösung: Mindestens zwei dieser Häuser – Boulevard und SSC – sollten zu Wohnkomplexen umgebaut werden. Das brächte dauerhaftes Leben in den Kiez, auch abends, und genug Luft für die verbleibenden Einkaufshäuser.

Rentenalter: Kritik an Plänen der Bundesregierung

Die Bundesregierung sollte endlich offen ansprechen, in welchem Umfang Mittel aus der Rentenkasse über Jahre zweckentfremdet wurden. Stattdessen werden fleißige Arbeitnehmer für ein Dilemma verantwortlich gemacht, das die Politik selbst verursacht hat. Da sitzen sie am Telefon und haben weiter nichts zu tun, als zu träumen – frei nach Erich Kästner könnte man die Ideen zur Anhebung des Rentenalters interpretieren. Dass dabei die fürstlich besoldeten Beamtenpensionen außen vor bleiben, liegt auf der Hand. Jetzt wird der Versuchsballon mit 70 gestartet – und das Volk freut sich, dass es vorerst nur 69 sind. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt.

Handyverbot an Schulen: Forderung nach echter Bildung

Berlin braucht bei Kinder- und Jugendbildung echte Gamechanger. Eltern sollten ihrem Nachwuchs proaktiv zu einer klassischen Handwerksausbildung raten – und digitale Geräte zumindest bis zur Oberschule aus Klassenzimmern verbannen. Kinder müssen Dinge haptisch erfahren und im wahrsten Sinne begreifen. Was ich beobachte, ist erschreckend: Nachwuchs wird aktiv davon ferngehalten, sich mit der Realität zu beschäftigen. Immer öfter beobachte ich Kinder und Jugendliche, die auf dem Schulweg mit dem Smartphone in der Hand kaum noch miteinander kommunizieren – gefangen in einem Spiel, statt sich auf normale, analoge Art auszutauschen. Verstärkt wird das durch toxische Algorithmen, suchtfördernde TikTok-Inhalte und Mobbing. Als verbindliche Schulfächer würde ich Medienkompetenz, Werken und Schreiben vorschlagen.

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Doppelte Staatsbürgerschaft: Klarer Trend

Wer legal in ein Land einwandert, dessen Sprache lernt, dort bleiben und sich einbringen will, soll nach einer bestimmten Wartezeit einen deutschen Pass erhalten. Punkt. Die emotionale und kulturelle Verbundenheit mit der alten Heimat kann als Grund für eine doppelte Staatsbürgerschaft nicht herhalten – denn fast jeder Auswanderer fühlt sich sowieso mit seiner alten Heimat verbunden, ob mit oder ohne Doppelpass.

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