Der 22. Juni im Rückblick: Von Maradona bis zum Angriff auf Iran
Der 22. Juni ist ein Datum, das in die Geschichtsbücher eingegangen ist – mit Ereignissen, die von sportlichen Glanzleistungen bis zu militärischen Konflikten reichen. Das aktuelle Kalenderblatt erinnert an die wichtigsten Begebenheiten dieses Tages, darunter der deutsche Überfall auf die Sowjetunion 1941 und das berühmte „Hand Gottes“-Tor von Diego Maradona 1986.
2025: US-Angriff auf Irans Atomanlagen
Im Jahr 2025 griffen die USA an der Seite Israels in den Konflikt mit dem Iran ein. Nach Angaben von US-Präsident Donald Trump wurden Irans entscheidende Atomanlagen zerstört. Tarnkappenflieger sollen bunkerbrechende Bomben auf die unterirdische Uran-Anreicherungsanlage in Fordo abgeworfen haben. Dieser Militärschlag markierte eine deutliche Eskalation im Nahen Osten.
1986: Maradonas „Hand Gottes“ und das Tor des Jahrhunderts
Am 22. Juni 1986 erzielte Argentiniens Fußballstar Diego Maradona im WM-Viertelfinale in Mexiko-Stadt gegen England ein Tor regelwidrig mit dem ausgestreckten rechten Arm. Anschließend erklärte er, beteiligt gewesen seien sein Kopf und „die Hand Gottes“. Kurz darauf schoss Maradona ein weiteres spektakuläres Tor, das später zum Tor des Jahrhunderts gekürt wurde. Diese beiden Tore führten Argentinien zum 2:1-Sieg und letztlich zum WM-Titel.
1981: Amtsenthebung von Irans Präsident Bani-Sadr
Der demokratisch gewählte iranische Staatspräsident Abolhassan Bani-Sadr wurde am 22. Juni 1981 formell seines Amtes enthoben. Zuvor hatte das Parlament ihn am Vortag für politisch unfähig erklärt. Bani-Sadr, der seit 1980 im Amt war, musste wenig später ins Exil nach Frankreich fliehen.
1941: Unternehmen Barbarossa – Der deutsche Überfall auf die Sowjetunion
Unter dem Decknamen „Unternehmen Barbarossa“ begann am 22. Juni 1941 im Zweiten Weltkrieg der deutsche Überfall auf die Sowjetunion. Es war der Beginn eines der verlustreichsten Feldzüge der Geschichte, der Millionen von Menschenleben forderte und den Kriegsverlauf entscheidend prägte.
1906: Krönung von Haakon VII. zum König von Norwegen
Haakon VII. (1872–1957), Prinz von Dänemark, wurde am 22. Juni 1906 in Trondheim zum König von Norwegen gekrönt. Er regierte bis zu seinem Tod und wurde zu einer Symbolfigur des norwegischen Widerstands während der deutschen Besatzung im Zweiten Weltkrieg.
Geburtstage am 22. Juni
Zu den Persönlichkeiten, die an diesem Tag geboren wurden, zählen der grönländische Politiker Jens-Frederik Nielsen (1991), der seit 2025 Regierungschef ist, die französische Schauspielerin Emmanuelle Seigner (1966), bekannt aus Filmen wie „Venus im Pelz“ und „Bitter Moon“, sowie der britische Popmusiker Jimmy Somerville (1961), der in den 1980er Jahren mit Bronski Beat und The Communards Erfolge feierte. Zudem wurde die deutsche SPD-Politikerin Luise Albertz (1901) geboren, die als Vorsitzende des Petitionsausschusses im Bundestag und Oberbürgermeisterin von Oberhausen wirkte.
Todestage: Horst-Dieter Höttges
Am 22. Juni 2023 starb der deutsche Fußballspieler Horst-Dieter Höttges im Alter von 79 Jahren. Er wurde 1965 mit dem SV Werder Bremen Deutscher Meister und gewann mit der Nationalmannschaft die Europameisterschaft 1972 sowie die Weltmeisterschaft 1974.



