In ihrer kürzlich erschienenen Autobiografie „View From the East Wing“ gewährt Jill Biden einen seltenen Einblick in eine angespannte Begegnung mit ihrer Nachfolgerin Melania Trump. Am 20. Januar 2025, dem Tag der Amtseinführung von Donald Trump, mussten die beiden First Ladys gemeinsam im Rahmen der Übergangszeremonien in einer Limousine vom Weißen Haus zum Kapitol fahren. Die Fahrt, so beschreibt es Biden, war von einer frostigen Atmosphäre geprägt.
Eine schwierige Vorgeschichte
Der Szene vorausgegangen war eine unrühmliche Vorgeschichte: Donald Trump hatte sich geweigert, Bidens Wahlsieg von 2020 anzuerkennen. Jill Biden schildert die Fahrt als eine Übung in erzwungener Diplomatie mit einer Frau, mit der sie kaum etwas verband. John Bessler, Ehemann der demokratischen Senatorin Amy Klobuchar, saß als eine Art Puffer im Fahrzeug. „Der Arme musste einen Weg finden, die Spannung zu lösen“, schreibt die Ex-First-Lady.
Gespräche über Kinder und Wetter
Bessler versuchte zunächst, über die Kinder ein Gespräch zu beginnen. Er fragte Melania Trump, an welcher Universität ihr Sohn Barron studiere. „NYU“, antwortete sie knapp. Dann lenkte sie das Gespräch auf das Wetter. Auch die Frage nach einem Hund der Familie Trump verneinte Melania: Barron habe keinen gewollt. Jill Biden erkundigte sich nach Melanias Vater, dessen Frau kurz zuvor gestorben war. „Es geht ihm gut, aber wissen Sie, es ist ja erst ein Jahr her“, antwortete Melania. Die gesamte Fahrt blieb von einer eisigen Stimmung geprägt, wie Biden in ihrem Buch festhält.



