Paris erlebt einen Ausnahmezustand: Eine Hitzewelle mit fast 40 Grad Celsius und das Mega-Festival Fête de la Musique locken Millionen Menschen in die französische Hauptstadt. Bei brütender Hitze wird der Canal Saint-Martin zur begehrtesten Adresse der Stadt. Die engen Gassen und Plätze sind überfüllt, die Stimmung angespannt.
Hitzewelle und Menschenmassen
Die Temperaturen erreichten am Wochenende fast 40 Grad, während die Stadt gleichzeitig Schauplatz des weltweit größten Musikfestivals ist. Die Fête de la Musique zieht jedes Jahr Millionen von Besuchern an, die die Straßen, Parks und Ufer der Seine in eine einzige Partymeile verwandeln. Doch die Kombination aus extremer Hitze und überfüllten Orten führt zu chaotischen Zuständen.
Besonders betroffen ist der Canal Saint-Martin, der sich zu einem Hotspot entwickelt hat. Anwohner und Besucher berichten von überfüllten Uferpromenaden, langen Warteschlangen vor Getränkeständen und einer drückenden Hitze, die die Feierlaune trübt.
Rettungskräfte im Einsatz
Die Pariser Rettungsdienste sind im Dauereinsatz. Zahlreiche Menschen mussten wegen Hitzeerschöpfung behandelt werden. Die Behörden haben zusätzliche Wasserstellen eingerichtet und appellieren an die Besucher, sich ausreichend zu schützen. „Wir erleben eine außergewöhnliche Situation“, zitiert die Nachrichtenagentur AP einen Sprecher der Pariser Polizei. „Die Hitze und die Menschenmassen stellen eine große Herausforderung dar.“
Die Stadtverwaltung hat Notfallpläne aktiviert, um die Sicherheit der Besucher zu gewährleisten. Straßensperrungen und zusätzliche U-Bahn-Züge sollen den Verkehr entlasten. Dennoch kommt es immer wieder zu Engpässen und langen Wartezeiten.
Hintergrund: Fête de la Musique
Die Fête de la Musique, auch als World Music Day bekannt, wurde 1982 in Frankreich ins Leben gerufen und findet seitdem jährlich am 21. Juni statt. Sie ist das größte Musikfestival der Welt und lockt Millionen von Menschen auf die Straßen, um kostenlose Konzerte und Darbietungen zu genießen. In diesem Jahr fällt das Festival mit einer extremen Hitzewelle zusammen, die weite Teile Frankreichs betrifft.
Die Hitzewelle hat auch andere Teile des Landes im Griff. In mehreren Regionen wurden Hitzewarnungen herausgegeben. Die Behörden raten der Bevölkerung, sich in kühlen Räumen aufzuhalten und viel zu trinken.
Für Paris bedeutet dies eine zusätzliche Belastung, da die Stadt ohnehin unter den Folgen des Klimawandels leidet. Die Sommer werden immer heißer, und die Infrastruktur ist oft nicht auf solche Extremwetterereignisse vorbereitet.
Trotz der chaotischen Zustände lassen sich viele Besucher die Feierlaune nicht verderben. „Es ist heiß, aber die Musik ist großartig“, sagt ein Tourist aus Deutschland. „Man muss nur genug Wasser dabei haben.“
Die Behörden rechnen damit, dass die Lage sich erst in den Abendstunden etwas entspannen wird, wenn die Temperaturen sinken. Bis dahin gilt für alle Besucher: Vorsicht und Rücksichtnahme sind das oberste Gebot.



