Ein Einsatz wegen Ruhestörung endete am Dienstagabend in einer Katastrophe: Aus den oberen Etagen des „Weißen Riesen“ in Hamburg wurde eine schwere Gehwegplatte auf einen Streifenwagen geworfen. Die Platte zertrümmerte die Frontscheibe und verletzte eine junge Polizistin. Die Ermittler sprechen von versuchtem Tötungsdelikt.
Der „Weiße Riese“ – ein Problem-Hochhaus
Das Hochhaus im Hamburger Stadtteil St. Georg gilt als Brennpunkt. Immer wieder kommt es zu Auseinandersetzungen mit der Polizei. Bewohner berichten von einer angespannten Atmosphäre. „Die Polizei wird hier als Feind gesehen“, sagt ein Anwohner. Ein Reinigungskraft ergänzt: „Manche Jugendliche provozieren gezielt.“
Ermittlungen laufen auf Hochtouren
Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen und sucht nach Zeugen. Bislang gibt es keine Festnahme. Die verletzte Beamtin ist außer Lebensgefahr, aber schwer traumatisiert. Der Vorfall wirft ein Schlaglicht auf die zunehmende Gewalt gegen Einsatzkräfte.
Ein Kiosk-Besitzer im Erdgeschoss berichtet: „Ich habe den Knall gehört und dann die Scherben gesehen. Es ist erschreckend, wie weit manche gehen.“ Trotz der Gefahr wollen viele Bewohner nicht ausziehen. „Man kennt sich hier, es ist günstig“, sagt eine Mieterin. Die Polizei hat ihre Präsenz in dem Viertel verstärkt.
Wie es in dem Fall weitergeht, bleibt abzuwarten. Die Ermittler hoffen auf Hinweise aus der Bevölkerung.



