Die Fußballer des FSV Altentreptow erlebten am Sonntag eine ungewollte Trainingseinheit: Im Dauerregen räumten sie den verwüsteten Keller ihres Vereinshauses leer. Das Tauwetter hatte den angrenzenden Torney-Bach über die Ufer treten lassen, sodass die Wassermassen über den Sportplatz ins Clubhaus strömten und den Keller über einen Meter hoch fluteten.
„Vor zehn Jahren hatten wir das schon mal, aber da waren es nur ein paar Zentimeter. Diesmal stand das Wasser über einen Meter hoch im Keller, das haben wir so noch nicht erlebt. Es ist eine Katastrophe für uns“, sagte Vorstandsmitglied Martin Schumacher. Im Keller lagerten die gesamten Trainingsmaterialien des Vereins, einschließlich der Schränke des Nachwuchses und Ausrüstung des Kreissportbundes.
Nicht mehr zu gebrauchen sind ein Kühlschrank, die Waschmaschine für die Spielkleidung und diverse Schränke. „Jetzt muss man erst einmal den Keller wieder trocken bekommen“, sagte Vorstandsmitglied Tim Kowalski. Die Stadt als Eigentümerin des Vereinshauses ist für die Trockenlegung zuständig. Die Feuerwehr Treptow hatte den Kellereingang mit Sandsäcken gesichert und das Wasser abgepumpt.
Der Kunstrasen stand ebenfalls unter Wasser, zeigte am Sonntag aber wieder sein volles Grün. Ob der Platz Schäden davongetragen hat, ist noch unklar. Der Verein befürchtet eine Sperrung durch die Stadt. „Unser Jubiläumsjahr beginnt wirklich nicht gut“, sagte Kowalski. Der FSV feiert in diesem Jahr seinen 80. Geburtstag, unter anderem mit einem Spiel gegen die Traditionsmannschaft des 1. FC Union Berlin im Juni.
Der Verein hofft nun auf Spenden, um die Schäden zu beheben. „Schlimm ist, dass viele Dinge betroffen sind, die wir für das Training mit den Kindern verwendet haben. Das kostet Geld. Vielleicht gibt es ja jemanden, der uns mit einer Spende unterstützen möchte“, sagte Schumacher. Die genaue Schadensbilanz soll in den nächsten Tagen erstellt werden.



