Tragödie in Florida: Vater muss Blitztod seines Sohnes miterleben
Florida: Sohn stirbt durch Blitzschlag beim Kajakfahren

Vater und Sohn auf Kajaktour: Blitzschlag endet tödlich

Ein Vater-Sohn-Ausflug auf dem Blackwater River im US-Bundesstaat Florida endete in einer Tragödie. Ein 20-jähriger Mann wurde während einer Kajaktour von einem Blitz getroffen und starb noch an der Unglücksstelle. Die Behörden zogen den Leichnam am Sonntag aus dem Fluss, wie die Florida Fish and Wildlife Conservation Commission den Sendern Fox News und ABC 3 Wear News mitteilte.

Marineausflug wird zum Albtraum

Der 20-jährige Michael Aiden Vargas war gemeinsam mit seinem Vater auf einem Ausflug der Wohlfahrts- und Freizeiteinrichtung der Marine unterwegs. Zusammen mit anderen Marineangehörigen paddelten sie in Kajaks über den Fluss im Nordwesten Floridas, als plötzlich ein heftiges Gewitter aufzog. Der junge Mann wurde von einem Blitz getroffen, verlor das Bewusstsein und stürzte ins Wasser.

Verzweifelte Suche nach dem Vermissten

Nachdem das Gewitter abgezogen war, begannen der Vater und einige Mitarbeiter der Marineeinrichtung sofort mit der Suche nach Vargas. Schnell wurde ihnen jedoch klar, dass das Suchgebiet zu groß war, um es alleine zu bewältigen. Der Vater alarmierte daraufhin die Rettungskräfte. Die Florida Fish and Wildlife Conservation Commission, das örtliche Sheriffbüro, Taucher eines benachbarten Sheriffbüros sowie die Such- und Rettungsorganisation Daphne beteiligten sich an der Aktion.

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Leichnam gefunden – jede Hilfe kam zu spät

Die Retter fanden Vargas noch am selben Tag, doch für ihn kam jede Hilfe zu spät. Er war vermutlich bereits durch den Blitzschlag gestorben. Die US-Non-Profit-Organisation National Lightning Safety Council listet den 20-Jährigen als zweiten Gewittertodesfall in diesem Jahr. Bereits im April erlag ein 41-Jähriger in Wisconsin seinen Verletzungen, die er durch einen Blitzschlag auf einem Parkplatz erlitten hatte.

Gefahr durch Blitzschlag wird oft unterschätzt

Viele Menschen unterschätzen offenbar die Gefahr, die von Gewässern bei Gewittern ausgeht. Das National Lightning Safety Council teilte kürzlich mit, dass die meisten Todesfälle durch Blitzschlag auf Angler entfallen (48 Fälle in den Jahren 2006 bis 2025). Danach folgen Badegäste am Strand (34 Fälle) und Bootsfahrer beziehungsweise -fahrgäste (26 Fälle). Insgesamt wurden in den USA in den letzten 20 Jahren 517 Todesfälle durch Blitzschlag verzeichnet – das sind durchschnittlich 25 pro Jahr.

Deutschland: Vier Tote pro Jahr durch Blitze

In Deutschland sterben im Schnitt vier Menschen pro Jahr bei Blitzunfällen, teilte der Verband VDE Blitzschutz und Blitzforschung mit. 110 Personen werden jährlich verletzt. Die meisten Todesfälle gab es im Jahr 2012 mit 16 Toten. Für deutschlandweites Aufsehen sorgte ein Fall vor zwei Jahren: Zehn Menschen wurden nach einem Blitzschlag nahe der Elbe verletzt, einer von ihnen starb nach wenigen Tagen im Krankenhaus.

Verhalten bei Gewitter: Abstand zu Gewässern

Bei Gewitter sollte man sich unbedingt von Wasser fernhalten. Selbst wenn der Blitz in großer Entfernung in einen Fluss, See oder ein anderes Gewässer einschlägt, besteht aufgrund der sehr guten elektrischen Leitfähigkeit des Wassers Lebensgefahr. Der Blitz kann zudem über das Wasser auf den Uferbereich überspringen. Auch wenn das Gewitter weit entfernt scheint, sollte man sich daher weit von Badeseen, Bootsstegen und Stränden entfernen.

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