Internet-Star Feli (22), bürgerlich Felicia Hofner, bekannt als „Feli Videozeugs“ und inzwischen nur noch als Feli, hat sich zu einem der größten Stars der Generation Z entwickelt. Doch hinter den Kulissen kämpft die Content-Creatorin mit einem weit verbreiteten Problem: Einsamkeit. Im Interview mit BILD spricht sie offen über ihre Gefühle und die Entscheidung, Berlin zu verlassen.
Einsamkeit in der Hauptstadt
Obwohl Feli Hunderttausende mit ihren lustigen Videos und Podcasts begeistert, fühlt sie sich in Berlin zunehmend isoliert. „Ich bin sehr einsam dort“, gesteht sie. Der berufliche Erfolg in der Hauptstadt kann die fehlende Nähe zu ihren engsten Freunden nicht ersetzen. Diese leben nicht in Berlin, sondern in Hamburg. „Ohne sie sitze ich in Berlin jeden Abend allein zu Hause“, erzählt sie.
Feli beschreibt sich selbst als ehrgeizig und stur, eine Frau, die immer weitermacht, bis zur Erschöpfung. Erst wenn ihr Kopf überläuft, kommen die Tränen. Dann wird geschrien, geweint, alles muss raus. „Das wirkt befreiend“, sagt sie und empfiehlt dies auch den Hörern ihres Podcasts „life is felicious“. Halt findet sie vor allem bei ihren Freunden, mit denen sie im Auto sitzt, laut Beyoncé oder Lady Gaga hört und mitsingt – das sei für sie „Therapie“.
Schlechte Erfahrungen mit Berlin
Bereits mit 18 Jahren zog Feli nach Berlin, kehrte aber nach nur sechs Monaten zurück. „Ich hatte keine Freunde, keinen Anschluss. Es war eine schreckliche Zeit“, erinnert sie sich. Heute ist sie erneut in der Hauptstadt, doch die Situation wiederholt sich. Ihre Wohnung fühlt sich durch eine Dauerbaustelle nicht mehr wie ein Rückzugsort an, und das Gefühl von Zuhause fehlt ihr.
„Berlin fühlt sich nicht wie zu Hause an und ich will mir endlich mal eins schaffen“, sagt Feli. Deshalb zieht es sie jetzt nach Hamburg. Stolz verkündete sie, endlich den Mietvertrag bekommen zu haben. Obwohl sie weiß, dass die Entscheidung ihrer Karriere nicht unbedingt hilft, hört sie diesmal auf ihr Bauchgefühl. „Beruflich gesehen ist Hamburg keine gute Entscheidung“, räumt sie ein.
Ein neues Kapitel
Ein Schlüsselmoment war für Feli die Erkenntnis, dass Einsamkeit ähnlich schädlich für die Gesundheit sein kann wie der Konsum von 15 Zigaretten am Tag. „Diese Einsamkeit, die macht mich fertig. Ich muss sofort weg aus Berlin, sonst werde ich hier zur Kettenraucherin“, sagt sie. Für die Influencerin beginnt damit ein neues Kapitel, in dem nicht Reichweite, Termine oder Erfolg im Mittelpunkt stehen sollen, sondern das Gefühl, endlich angekommen zu sein.



