Elf Rehkitze bei Mäharbeiten in Auerswalde getötet – Anzeige erstattet
Elf Rehkitze bei Mäharbeiten getötet – Anzeige erstattet

Tragischer Vorfall in Mittelsachsen

In Auerswalde bei Chemnitz sind bei Mäharbeiten elf Rehkitze ums Leben gekommen. Der Vorfall ereignete sich bereits am Vormittag des 25. Mai, wie die Polizei am Montag mitteilte. Die Tiere wurden von Erntemaschinen erfasst und getötet. Ein Anwohner hat daraufhin Strafanzeige erstattet, da er und andere Nachbarn das zuständige Agrarunternehmen mehrfach vor dem Mähen gewarnt hatten.

Polizei ermittelt wegen Tierschutzverstößen

Die Polizei hat Ermittlungen wegen des Verdachts eines Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz und das Bundesnaturschutzgesetz aufgenommen. Wie die Sächsische Zeitung berichtet, wird gegen Unbekannt ermittelt. Aufgrund der noch laufenden Ermittlungen und ausstehender Vernehmungen können derzeit keine weiteren Details genannt werden. Eine Sprecherin erklärte, dass man keine weitergehenden Auskünfte geben könne.

Jährlich sterben Tausende Rehkitze bei der Mahd

Jedes Jahr werden Tausende Rehkitze durch Erntemaschinen getötet. Die Mähsaison fällt mit der Setzzeit der Rehe zusammen, in der die Muttertiere ihre Kitze im hohen Gras ablegen, um sie vor Fressfeinden zu schützen. Die Jungtiere verharren dann still an Ort und Stelle, was sie für die Landwirte kaum sichtbar macht. Dies führt immer wieder zu tragischen Unfällen.

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Drohnen mit Wärmebildkameras als Rettung

Um die Tiere zu schützen, können Drohnen mit Wärmebildkameras eingesetzt werden. Freiwillige Helfer suchen nachts mit diesen Geräten nach den Kitzen und bringen sie vor dem Mähen in Sicherheit. Die Bundesregierung fördert die Anschaffung solcher Drohnen mit insgesamt 2,1 Millionen Euro, um die Sicherheit von Wildtieren zu verbessern.

Anwohner hatten mehrfach gewarnt

Im Fall von Auerswalde hatten Anwohner das Agrarunternehmen bereits Tage vor den Mäharbeiten darauf hingewiesen, dass sich Rehe mit Nachwuchs auf dem Gelände aufhalten. In einem Video von RTL äußerte sich ein Nachbar: Der Tod der Jungtiere sei vermeidbar gewesen, weshalb er Strafanzeige gegen das Unternehmen stellte. Der Geschäftsführer der Agrarfirma erklärte gegenüber RTL, dass er unmittelbar nach der Aktion ein ausführliches Telefonat mit einer Anwohnerin geführt habe, das für beide Seiten aufklärend gewesen sei.

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