Ein Jahr nach Angriff: Demokratiefest in Bad Freienwalde ein Erfolg
Demokratiefest in Bad Freienwalde: Zeichen gegen Extremismus

Ein Jahr nach dem Angriff: Demokratiefest als Zeichen der Stärke

Knapp ein Jahr nach dem gewaltsamen Übergriff auf das Demokratiefest in Bad Freienwalde in Ostbrandenburg haben Hunderte Besucher bei der Neuauflage ein deutliches Zeichen für Toleranz und Zusammenhalt gesetzt. Der Minister für gesellschaftlichen Zusammenhalt, René Wilke (SPD), lobte den gestiegenen Zuspruch für das Fest unter dem Motto „Bad Freienwalde ist bunt“. Die Veranstalter zeigten sich ebenfalls hochzufrieden. Die Polizei berichtete von einem störungsfreien Verlauf der Veranstaltung.

Minister: Einschüchterungsversuch gescheitert

„Das, was im letzten Jahr hier passiert ist, war ein ganz klarer Versuch der Einschüchterung“, erklärte Wilke gegenüber der Deutschen Presse-Agentur. „Es war der Versuch, Menschen Angst einzujagen und ihnen zu sagen, dass sie hier nicht willkommen sind. Dieser Versuch ist gescheitert – das zeigen die Menschen hier ganz deutlich, es sind so viel mehr gekommen.“ Er betonte, dass weder Radikalität und Extremismus noch Gewalt gegen Andersdenkende toleriert werden dürften.

Eine Gruppe teils vermummter Männer hatte im Juni 2025 eine Kundgebung des Bündnisses „Bad Freienwalde ist bunt“ in der Kleinstadt im Landkreis Märkisch-Oderland attackiert. Parteien und zivilgesellschaftliche Initiativen sprachen damals von einem rechtsextremistischen Angriff. Der für politisch motivierte Straftaten zuständige Staatsschutz leitete Ermittlungen ein. Da jedoch kein hinreichender Tatverdacht festgestellt werden konnte, wurden die Ermittlungen gegen einen 21-jährigen ehemaligen Beschuldigten eingestellt. Dies führte dazu, dass die diesjährige Veranstaltung durch die Polizei verstärkt abgesichert wurde.

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Veranstalter: Mehr Beteiligung als im Vorjahr

Die Organisatoren zeigten sich erfreut über die Resonanz. „Wir haben sehr viel Zuspruch bekommen“, sagte Mitinitiatorin Jule Grienitz. „Es sind noch mehr Initiativen und Gruppen dabei als im letzten Jahr.“ Auf einer Bühne gab es ein abwechslungsreiches Programm mit Redebeiträgen, Musik, Tanz und Theater. Zahlreiche Informations- und Mitmachstände luden zum Austausch und zur Beteiligung ein. Das Fest verstand sich als klares Bekenntnis zur Demokratie und gegen jede Form von Extremismus.

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