BER-Frust: Warum sich der Flughafen neu erfinden sollte
BER-Frust: Flughafen sollte sich neu erfinden

BER enttäuscht: Weniger Passagiere als erhofft

Der Flughafen Berlin Brandenburg (BER) bleibt hinter den Erwartungen zurück. Flughafenchefin Aletta von Massenbach rechnet für 2026 nur noch mit 25,5 bis 26 Millionen Reisenden – nach Jahren des Wachstums bremsen Kriege, höhere Kerosinpreise, Airline-Kürzungen und Extremwetter den Betrieb aus, wie unsere Expertin Jessica Hanack berichtet.

„Es ist wirklich bedauerlich, wie sich der Flughafen entwickelt, der doch einmal mit so großen Ambitionen gestartet war“, kommentiert Heike Dietrich, Leitende Redakteurin der Berliner Morgenpost. Der BER brauche dringend mehr Langstreckenflüge und Internationalität, bessere Shops und Gastronomie. Stattdessen gibt es Probleme mit Klimawandel und politischen Krisen, die den Flugplan belasten.

Flexibilisierung und neue Verbindungen gefordert

Gilbert Schomaker, stellvertretender Chefredakteur, fordert: „Es sollten endlich Lösungen für eine gewisse Flexibilisierung gefunden werden. Das käme auch den Fluggästen entgegen, die in Berlin und nicht in Hannover oder Stettin landen wollen.“ Der BER benötige weitere Flugverbindungen, auch wenn andere Regionen Deutschlands über mehr Wirtschaftskraft verfügten.

Breites Pickt-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App für Telegram

Zum Start der Sommerferien vom 8. bis 12. Juli erwartet die Flughafengesellschaft FBB rund 400.000 Passagiere. Insgesamt rechnen die Betreiber für die Ferien mit etwa 3,7 Millionen Reisenden.

Häusliche Gewalt steigt während WM-Euphorie

Während die Fußball-WM 2026 zeitweilig Begeisterung auslöst, steigen laut Berliner Polizei die registrierten Fälle von häuslicher Gewalt und Körperverletzung deutlich an. Die Autorin und Coachin Daniela Sepehri, die sich mit Gewalt gegen Frauen beschäftigt, betont: „Wer über die WM spricht, darf deshalb nicht nur Tore, Fanmeilen und Einschaltquoten im Blick haben, sondern muss auch über den Schutz von Frauen reden.“

Die genauen Zahlen der Polizei liegen vor, das Dunkelfeld sei jedoch hoch. Die WM-Euphorie habe eine Schattenseite, die nicht ignoriert werden dürfe.

Weitere Berliner Themen: Arztmangel und Tempelhofer Feld

Im Berliner Osten bleiben Haus- und Kinderärzte knapp. Die Kassenärztliche Vereinigung (KV) Berlin stoppt die Förderung neuer Praxen in unterversorgten Stadtteilen und eigene Praxen für 2027. Grund sind die Sparpläne der Bundesregierung zur Stabilisierung der Krankenkassen, wie Joachim Fahrun berichtet.

Beim Tempelhofer Feld werfen Architekten und Aktivisten der Initiative „100 % Tempelhofer Feld“ dem Senat vor, Wettbewerbe und demokratisch erarbeitete Grundlagen zu ignorieren. Das Budget der Feldkoordination werde massiv gekürzt. Über gestoppte Planungen am Tempelhofer Damm und die Forderung nach dauerhaftem Schutz des Feldes berichtet Isabell Jürgens.

Termine des Tages: Richtfest, Brückensperrung, Clan-Immobilien

Heute wird im Karls Erlebnis-Dorf in Elstal das Richtfest für den neuen „Bibi & Tina Freizeitpark“ gefeiert. Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke nimmt teil. Die vier denkmalgeschützten Brücken zwischen dem Görlitzer Park in Kreuzberg und Treptow werden ab heute wegen Korrosionsschäden gesperrt. Sie gehören der Deutschen Bahn. Vor dem Kriminalgericht Moabit wird das Einziehungsverfahren um 58 Immobilien in Berlin und Brandenburg fortgesetzt, die einer arabischstämmigen Großfamilie zugerechnet werden. Angeklagt sind zwei Frauen sowie mehrere Gesellschaften.

CSD 2026: Mit der Berliner Morgenpost dabei

Am 25. Juli zieht der Christopher Street Day durch Berlin-Mitte. Die Berliner Morgenpost lädt 20 Leser ein, zwischen 12 und 15 Uhr gemeinsam mit Redakteuren auf die Straße zu gehen. Interessierte können sich bis zum 2. Juli eintragen. Bei mehr Anmeldungen entscheidet das Los.

Pickt After-Article-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App mit Familien-Illustration