Wildcampen in MV: Von selten bis regelmäßig – Bußgelder drohen
Wildcampen in MV: Von selten bis regelmäßig

Wildcampen in Mecklenburg-Vorpommern: Regionale Unterschiede und hohe Bußgelder

Das unerlaubte Aufschlagen von Zelten in der Natur, bekannt als Wildcampen, kommt in Mecklenburg-Vorpommern je nach Region sehr unterschiedlich häufig vor. Während es in einigen Schutzgebieten nur selten vorkommt, ist es an beliebten Stränden und in Küstenwäldern ein wiederkehrendes Problem. Die Behörden gehen mit empfindlichen Geldstrafen dagegen vor.

Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft: Regelmäßige Verstöße

Im Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft ist Wildcampen laut Norman Donner vom Nationalparkamt Vorpommern ein regelmäßiges Phänomen. Besonders beliebt bei Wildcampern sind der Weststrand des Darß sowie einige Parkplätze im Schutzgebiet. Im Jahr 2025 wurden 83 Ordnungswidrigkeitsverfahren wegen unerlaubten Nächtigens eingeleitet, im Vorjahr waren es 141. Die Anzahl der Verstöße hängt stark vom Wetter ab. Bei Verstößen drohen Bußgeldverfahren ab 150 Euro. Wer zusätzlich ein Lagerfeuer entzündet, muss mit noch höheren Strafen rechnen.

Rostock: Strenge Regeln an den Stränden

Das Rostocker Stadtamt registriert jährlich etwa 20 Fälle von Wildcampen, davon zehn westlich der Warnowmündung, vor allem im Küstenwald, und zehn östlich der Mündung. An den Stränden Rostocks, darunter Diedrichshagen, Warnemünde, Hohe Düne und Markgrafenheide, ist das Übernachten in Zelten oder anderen mobilen Unterkünften im gesamten Strandbereich untersagt. Dies gilt auch für Wohnwagen und Wohnmobile. Bei Verstößen kann die Stadt eine Geldbuße von bis zu 1.000 Euro verhängen.

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Müritz-Nationalpark und Biosphärenreservat: Geringe Fallzahlen

Im Müritz-Nationalpark kommt Wildcampen nur selten vor, wie die stellvertretende Leiterin des Nationalparkamtes, Dany Poganatz, berichtet. Eine Ausnahme bildeten die Corona-Jahre, in denen die Zahlen kurzzeitig anstiegen. Auch im Biosphärenreservat Südost-Rügen stellt Wildcampen nach Angaben der Verantwortlichen kein großes Problem dar. Die Behörden appellieren an alle Besucher, die Natur zu respektieren und die geltenden Regeln einzuhalten, um Strafen zu vermeiden und die Umwelt zu schützen.

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