Der Kadaver von Buckelwal „Timmy“ auf der dänischen Insel Anholt wird voraussichtlich Anfang der kommenden Woche abtransportiert. Das teilte Morten Abildstrøm vom dänischen Amt für Naturverwaltung der Deutschen Presse-Agentur mit. Ein Abtransport am Wochenende sei aufgrund eingeschränkter Öffnungszeiten der zuständigen Unternehmen wenig sinnvoll.
Obduktion des Wals dauert mehrere Stunden
Fachleute trafen am späten Nachmittag zur lang erwarteten Obduktion des Wals ein, der seit Wochen für Schlagzeilen sorgt. Zunächst begutachtete das Team den gelb-bräunlichen Kadaver genau und machte Notizen. Anschließend vermaßen die Experten das Tier, schnitten den Kadaver auf und begannen, ihn zu zerteilen und sein Inneres zu untersuchen. Es wurden auch Proben für DNA-Analysen entnommen und das Geschlecht des Tieres bestimmt. Im Kern steht die Frage, woran der Wal gestorben ist.
Kadaver wird in Container zerlegt
Der Kadaver werde im Zuge der Obduktion in kleine Teile zerlegt, die dann in vorbereitete Container kommen, erklärte Abildstrøm. Die Überreste würden anschließend aufs Festland gebracht und vernichtet. Die Container sollen Anfang der Woche abtransportiert werden.
Einheimische wollen Kadaver schnell beseitigen
Noch vor Beginn der Obduktion hatte eine Sprecherin des Fährunternehmens Anholt Greena der dpa mitgeteilt, der für heute oder morgen geplante Abtransport von der Insel sei auf unbestimmte Zeit verschoben. Einheimische wünschen sich, dass der Wal möglichst bald verschwindet. Sie befürchten, er könnte Badegäste an dem beliebten Strand abschrecken.
Um die Verwertung von Wal-Kadavern kümmert sich in der Regel ein Unternehmen wie Daka Dänemark. In einer Fabrik werden die Überreste der Wale in einzelne Bestandteile getrennt, wie ein Sprecher kürzlich erklärte. Allerdings habe das Unternehmen bislang noch keinen Auftrag für die Verwertung des Kadavers erhalten, hieß es am Mittwoch.



