Stau-Frust in Berlin: Staulängen um 48 Prozent gestiegen
Stau in Berlin: Längen um 48 Prozent gestiegen

Die Gesamtlänge der Staus in Berlin ist von 2023 bis 2025 um 48 Prozent gestiegen – von 115.278 auf 170.405 Kilometer. Auch die Staudauer nahm um 26 Prozent auf 280.562 Stunden zu. Das geht aus einer Anfrage der Grünen-Abgeordneten Antje Kapek beim Berliner Senat hervor, über die der „Tagesspiegel“ berichtete.

Kaum Besserung in Sicht

Für 2026 deuten die Zahlen der ersten fünf Monate lediglich eine geringfügige Besserung an. Die Stundenzahlen lassen jedoch keine nachhaltige Entspannung erwarten. Besonders betroffen sind die Bezirke Lichtenberg, wo sich die Staulänge fast verdreifachte, sowie Friedrichshain-Kreuzberg, Spandau und Mitte, wo sie sich mehr als verdoppelte. Ein Rückgang wurde nur in Reinickendorf und Neukölln verzeichnet.

Die größten Stau-Hotspots in Berlin

Die aktuell größten Stauschwerpunkte sind laut Senatsauskunft: Perleberger Straße (Moabit), Seestraße (Wedding), Stralauer Allee (Friedrichshain), Gertraudenstraße (Mitte), Spandauer Damm (Westend), Friedrichstraße (Mitte), Marktstraße (Rummelsburg), Köpenicker Straße (Adlershof), Kynaststraße (Rummelsburg) und Köpenicker Straße (Kreuzberg).

Breites Pickt-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App für Telegram

Weniger private Pkw in der Hauptstadt

Parallel dazu sinkt die Zahl der privat genutzten Autos in Berlin, obwohl die Einwohnerzahl wächst. 2025 waren knapp 1,075 Millionen private Pkw zugelassen, 2021 waren es noch fast 1,1 Millionen. Die höchste Autodichte weisen Steglitz-Zehlendorf (35,4 Prozent) und Reinickendorf (33,7 Prozent) auf, die niedrigste Friedrichshain-Kreuzberg (16,8 Prozent) und Mitte (17,9 Prozent). Bundesweit kommen auf 1000 Einwohner 590 Autos, in Berlin nur 334.

Pickt After-Article-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App mit Familien-Illustration