Anwohner spenden Stahlskulptur für Stadtplatz in Charlottenburg-Wilmersdorf
Stahlskulptur-Spende für Charlottenburg-Wilmersdorf

Ein bemerkenswertes Kunstprojekt nimmt im Berliner Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf Gestalt an: Ein Architekt und seine Frau möchten dem Bezirk eine Stahlskulptur schenken, die künftig einen Stadtplatz zieren soll. Die Kreation der renommierten Stahlbildhauerin Gisela von Bruchhausen, die bereits 2019 verstarb, soll für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Die Grünen im Bezirk unterstützen das Vorhaben nachdrücklich.

Die Skulptur „Timpani“ und ihre Geschichte

Der Berliner Architekt Christian Kühnel, heute 77 Jahre alt, entdeckte das Werk mit dem Titel „Timpani“ (Pauke) bereits während seines Studiums bei einer Ausstellung in der damaligen Hochschule der Künste. „Ich war sofort begeistert von dieser Skulptur“, erinnert er sich. Wenig später erwarb er das Kunstwerk, das fortan seinen Garten in Berlin-Friedenau schmückte, wo er mit seiner Frau lebte. Die Skulptur aus Stahl besticht durch ihre dynamische Form und die kunstvolle Verarbeitung, die typisch für das Schaffen von Gisela von Bruchhausen ist.

Der Wunsch nach öffentlicher Präsentation

Nun möchten Kühnel und seine Frau, dass die Skulptur nicht länger nur im privaten Raum zu sehen ist. Sie haben sich entschlossen, das Kunstwerk dem Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf zu spenden, damit es auf einem öffentlichen Platz aufgestellt werden kann. „Es wäre schade, wenn dieses Kunstwerk weiterhin nur im Verborgenen bliebe“, so der Architekt. Die Idee stößt auf offene Ohren bei den politischen Entscheidungsträgern im Bezirk.

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Unterstützung durch die Grünen

Die Fraktion der Grünen in der Bezirksverordnetenversammlung hat sich bereits positiv zu dem Vorschlag geäußert. Sie sehen in der Spende eine Bereicherung des öffentlichen Raums und eine Möglichkeit, die kulturelle Identität des Bezirks zu stärken. „Kunst im öffentlichen Raum ist ein wichtiger Bestandteil unserer Stadtkultur“, erklärt ein Sprecher der Grünen. Man werde sich dafür einsetzen, dass die Skulptur an einem geeigneten Ort aufgestellt wird, der für alle Bürger zugänglich ist.

Nächste Schritte und Standortfrage

Nun müssen die formalen Schritte geklärt werden. Dazu gehört die Prüfung des Zustands der Skulptur sowie die Frage nach einem passenden Standort. Denkbar wäre ein Platz in der Nähe des Rathauses Charlottenburg oder in einem der zahlreichen Parks des Bezirks. Die Bezirksverwaltung wird in den kommenden Wochen Gespräche mit dem Spenderpaar führen, um die Details zu klären. Die Hoffnung ist, dass die Skulptur noch in diesem Jahr der Öffentlichkeit übergeben werden kann.

Die Geschichte der Skulptur „Timpani“ zeigt, wie private Kunstliebhaber dazu beitragen können, das kulturelle Erbe einer Stadt zu bewahren und für alle erlebbar zu machen. Christian Kühnel und seine Frau setzen damit ein Zeichen für bürgerschaftliches Engagement und die Wertschätzung von Kunst im öffentlichen Raum.

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