Am Bahnhof Gesundbrunnen in Berlin-Mitte entsteht ein neues Stadtquartier namens „Fountain“. Der Siegerentwurf des Architekturbüros Max Dudler sieht eine Mischung aus Wohnungen, Büros, Einzelhandel, Gastronomie, einer Kita und einem Hotel vor. Zudem sind mehr als 5000 Quadratmeter Grün- und Freifläche geplant. Das Projekt wird vom US-amerikanischen Immobilienentwickler Hines realisiert, der das angrenzende Einkaufszentrum an der Brunnenstraße vor sechs Jahren erwarb.
Werkstattverfahren mit elfköpfiger Jury
Die Entscheidung für den Entwurf fiel in einem zweistufigen Werkstattverfahren durch eine elfköpfige Fach- und Sachjury. Laut Hines fiel die Wahl einstimmig auf das Berliner Büro Max Dudler. Insgesamt hatten sechs Büros aus Berlin, Hamburg und Kopenhagen teilgenommen. Das Verfahren wurde vom Wettbewerbsbüro C4C begleitet und in enger Abstimmung mit der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen sowie dem Bezirksamt Mitte durchgeführt.
Nutzungsmix: Wohnen, Arbeiten und Nahversorgung
Der bisher rein gewerblich genutzte Block zwischen Brunnenstraße und Swinemünder Straße soll zu einem lebendigen Quartier umgestaltet werden. Hauptmieter Kaufland wird in den Neubau zurückkehren. Geplant sind geförderte und freifinanzierte Wohnungen für bis zu 900 Menschen sowie Arbeitsplätze für rund 1200 Beschäftigte. „Uns ist wichtig, den Standort mit Blick auf das Quartier weiterzudenken und in partnerschaftlicher Zusammenarbeit mit dem Bezirk und den Senatsverwaltungen eine gemeinsame Lösung zu entwickeln, die einen Mehrwert stiftet“, betont Alexander Möll, Head of Northern & Central Europe bei Hines.
Senatsbaudirektorin Petra Kahlfeldt lobt den Mix: „Die absolut überzeugende Verbindung von Wohnen und Arbeiten im Zusammenspiel mit der entsprechenden Nahversorgung und sozialen Einrichtungen ist der richtige Ansatz für ein neues, gut gestaltetes Quartier am Bahnhof Gesundbrunnen.“ Bezirksstadtrat Ephraim Gothe ergänzt: „Es ist fantastisch, dass in so zentraler Lage unter anderem Wohnraum für knapp 900 Menschen, davon ein Drittel gefördert, geschaffen wird.“
Öffentlicher Grünraum und denkmalgeschützte Brücke
Ein besonderes Merkmal des Entwurfs ist die Integration der denkmalgeschützten Swinemünder Brücke in eine neu entstehende öffentliche Grünanlage. Die Jury sah in den mehr als 5000 Quadratmetern Freiraum einen besonderen Mehrwert, der weit über das Quartier hinausreicht. „Als besonders gelungen kann auch die Konfiguration des Parks bezeichnet werden: Hier entsteht ein hochattraktiver Freiraum um das historische Brückenwerk, welches sich einer Skulptur gleich präsentiert und das Quartier prägen wird“, so Gothe. Der bislang wenig genutzte Raum am Gesundbrunnen soll so zu einem lebendigen Stadtquartier mit öffentlichem Grünraum, neuen Wohnungen, Arbeitsplätzen und Angeboten für die Nachbarschaft weiterentwickelt werden.
Lage am Verkehrsknotenpunkt Gesundbrunnen
Das Quartier entsteht direkt südlich der Gleise des Bahnhofs Gesundbrunnen, einem der wichtigsten Verkehrsknotenpunkte Berlins. Der Bahnhof verbindet Fern- und Regionalverkehr mit der Ringbahn sowie der Nord-Süd-S-Bahn. Diese zentrale Lage soll die Attraktivität des neuen Stadtquartiers zusätzlich steigern.



