Die Planungen für Olympische Spiele in Berlin nehmen immer konkretere Formen an. Für die Bewerbung um die Austragung der Spiele in den Jahren 2036, 2040 oder 2044 haben die Verantwortlichen nun erstmals visualisiert, wie die Sportgroßereignisse in der Hauptstadt aussehen könnten. Im Mittelpunkt steht die nachhaltige Nutzung historischer Gebäude und Flächen, insbesondere des Tempelhofer Feldes. Dort entstehen faszinierende Sportstätten, die modernen Sport unter freiem Himmel ermöglichen.
Fünf Wettkampfstätten im Urban Sports Hub
Auf dem ehemaligen Flughafengelände sind gleich fünf Wettkampfstätten geplant: Bogenschießen, Sportklettern, 3x3-Basketball, Skateboarding und BMX. Diese sollen in einem sogenannten Urban Sports Hub zusammengefasst werden, einem städtischen Sportzentrum, das die Sportarten an einem Ort vereint. Das Tempelhofer Feld liegt nur etwa acht Kilometer und damit rund zehn Autominuten vom geplanten olympischen Dorf an der Messe Berlin entfernt, was eine kurze Anreise für Athleten und Besucher gewährleistet.
Bewährter Veranstaltungsort für Sport und Kultur
Das Tempelhofer Feld hat sich bereits als idealer Ort für Sport-Events etabliert. Hier werden unter anderem die Formel-E-Rennen ausgetragen sowie Konzerte wie das Lollapalooza. Die Fläche bietet ausreichend Platz und eine einzigartige Atmosphäre, die sowohl Sportler als auch Zuschauer begeistert. Neben dem Tempelhofer Feld sind weitere historische Stätten für die Olympischen Spiele vorgesehen, darunter das Schwimmstadion im Olympiapark, die East Side Gallery und die Spree für den Triathlon sowie die Waldbühne für Boxwettkämpfe.
Rennbahn Hoppegarten als Schießstätte
Auch die Galopprennbahn Hoppegarten spielt eine wichtige Rolle im Berliner Olympia-Konzept. Dort sollen die Schießwettbewerbe stattfinden. Die Rennbahn bietet eine malerische Kulisse und ist gut erreichbar. Die Planer setzen auf eine Kombination aus modernen Sportanlagen und traditionellen Veranstaltungsorten, um ein einzigartiges olympisches Erlebnis zu schaffen.
Entscheidung des DOSB im September
Am 26. September will der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) eine Entscheidung über die deutsche Bewerberstadt treffen. Neben Berlin bewerben sich auch München und Köln/Rhein-Ruhr um die Ausrichtung der Spiele. International zählt unter anderem Katar zu den Konkurrenten. Die Berliner Bewerbung setzt auf Nachhaltigkeit und die Nutzung bestehender Infrastruktur, um die Spiele umweltfreundlich und kosteneffizient zu gestalten.
Die Visualisierungen zeigen, wie die Sportstätten auf dem Tempelhofer Feld aussehen könnten. Sie sollen nicht nur während der Olympischen Spiele genutzt werden, sondern auch langfristig als Sport- und Freizeiteinrichtungen für die Berliner Bevölkerung dienen. Die Planer hoffen, mit diesem Konzept die internationale Jury zu überzeugen und den Zuschlag für die Spiele zu erhalten.



