Potsdams Oberbürgermeisterin Noosha Aubel (parteilos) will den umstrittenen Umzug des Steuben-Denkmals auf den gleichnamigen Platz neben dem Landtag noch in dieser Woche durchsetzen. Eine entsprechende Beschlussvorlage für die Stadtverordnetenversammlung am Mittwoch liegt vor, wie die Stadtverwaltung mitteilte.
Finanzierung in Gefahr
Zuvor war die Finanzierung für das Vorhaben ins Wanken geraten. Die ursprünglich eingeplanten Mittel aus dem Landeshaushalt standen aufgrund von Sparmaßnahmen auf der Kippe. Nun soll eine neue Lösung präsentiert werden, die eine Mischfinanzierung aus städtischen und privaten Geldern vorsieht.
Knappe Mehrheitsverhältnisse
Die Abstimmung am Mittwoch gilt als richtungsweisend. Die Mehrheitsverhältnisse in der Stadtverordnetenversammlung sind knapp, sodass Aubel auf die Unterstützung mehrerer Fraktionen angewiesen ist. Die CDU und die Freien Wähler haben sich bereits für den Umzug ausgesprochen, während die Linke und Teile der Grünen weiterhin skeptisch sind.
Der Umzug des Denkmals für den preußischen Offizier Friedrich Wilhelm von Steuben war in der Vergangenheit immer wieder Gegenstand kontroverser Debatten. Befürworter sehen darin eine angemessene Würdigung seiner Verdienste, Kritiker hingegen verweisen auf seine umstrittene Rolle im amerikanischen Unabhängigkeitskrieg.
Oberbürgermeisterin Aubel zeigte sich zuversichtlich, dass der Umzug noch in diesem Jahr realisiert werden kann. „Wir haben eine tragfähige Lösung gefunden, die sowohl den historischen als auch den städtebaulichen Anforderungen gerecht wird“, erklärte sie in einer Stellungnahme.
Sollte der Beschluss am Mittwoch scheitern, droht das gesamte Projekt zu platzen. Die Stadtverwaltung hat bereits einen Alternativstandort ins Spiel gebracht, falls die Finanzierung nicht gesichert werden kann.



