Der Hamburger Michel, die berühmte St. Michaeliskirche an der Elbe, plant eine groß angelegte Evakuierungsübung. Am 20. Juni sollen rund 1.500 Freiwillige bei einem Probealarm koordiniert aus dem Gotteshaus geführt werden, um die Abläufe im Ernstfall zu trainieren. Die Kirche sucht dafür Teilnehmer jeden Alters, mit und ohne Geheinschränkungen.
Warum eine Evakuierungsübung?
Der Michel ist Hamburgs größte Kirche und ein Ort für Gottesdienste, Konzerte und Veranstaltungen mit bis zu 2.000 Personen. Hauptpastor Alexander Röder betont die Bedeutung der Vorbereitung: „Im Falle eines Falles sollen unsere Mitarbeitenden gut vorbereitet sein, um souverän mit den Rettungskräften zusammenzuarbeiten.“ Da der Michel in seiner Geschichte bereits zweimal brannte, ist ein Brand ein mögliches Szenario. Die Übung soll auch helfen, die Räumungszeit einer vollen Kirche besser einzuschätzen.
Besondere Einladung an Menschen mit Mobilitätseinschränkungen
Die Kirche legt Wert auf Barrierefreiheit: „Rollstuhlfahrer oder Menschen mit Rollator sind ausdrücklich eingeladen, sich zu melden“, so eine Sprecherin. Dies sei wichtig, um die Evakuierungsmaßnahmen realitätsnah zu testen. Jeder Teilnehmer leiste einen wichtigen Beitrag zur Sicherheit zukünftiger Veranstaltungen.
Ablauf der Übung
Die rund 75-minütige Übung beginnt mit einem Orgelkonzert von Michelkantor Magne H. Draagen. Anschließend gibt es auf dem Kirchplatz einen kleinen Snack und ein Getränk für alle Teilnehmer. Kostenfreie Karten sind über die Michel-Homepage buchbar. Turm und Krypta sind am 20. Juni zwischen 16 und 17 Uhr für den Publikumsverkehr geschlossen, da sie in die Übung einbezogen werden.



