Lesen statt shoppen – der Poker um die Landesbibliothek am Alexanderplatz geht in die Verlängerung. Das Schicksal der Kaufhauskette Galeria ist ungewisser als je zuvor. Das Projekt am Alexanderplatz hat aber auch mit dem neuen Kultursenator eine Chance.
Von Joachim Fahrun, Chefreporter Landespolitik
19.06.2026, 17:11 Uhr
Bisher nur eine Idee: Eine Zentral- und Landesbibliothek im früheren Kaufhaus am Alexanderplatz. © BM | Atelier Oslo / Commerz Real
Neue Perspektiven für den Standort
Die Diskussion um die Zukunft des ehemaligen Galeria-Kaufhauses am Alexanderplatz in Berlin gewinnt an Fahrt. Während die Kaufhauskette selbst mit existenziellen Unsicherheiten kämpft, rückt die Idee einer Zentral- und Landesbibliothek immer stärker in den Fokus. Der neue Kultursenator signalisiert Offenheit für das Projekt, das die kulturelle Landschaft der Hauptstadt nachhaltig verändern könnte.
Chancen und Herausforderungen
Ein solches Vorhaben würde nicht nur die literarische Versorgung der Berliner verbessern, sondern auch den Alexanderplatz als kulturellen Anziehungspunkt stärken. Allerdings sind die finanziellen und logistischen Hürden hoch. Die Verhandlungen zwischen Stadt, Eigentümern und möglichen Investoren gestalten sich komplex. Dennoch sehen Beobachter durch die neue politische Konstellation verbesserte Realisierungschancen.
Die kommenden Wochen werden zeigen, ob aus der Idee Realität wird oder ob der Poker um die Immobilie eine andere Wendung nimmt.



