Die Berliner CDU hat ihren Entwurf für das Wahlprogramm 2026 vorgelegt, der unter anderem die Einführung von Zugangskontrollen an U-Bahnhöfen vorsieht. Inspiriert von Vorbildern wie Paris oder London strebt die Partei langfristig ein geschlossenes System an. In einem Pilotprojekt sollen auf ausgewählten U-Bahn-Linien Zugangskontrollen getestet werden, um Schwarzfahren einzudämmen und die Aufenthaltsqualität zu verbessern.
Verkehrspolitische Schwerpunkte
Die CDU will zudem die Verlängerungen der U-Bahn-Linien U2, U3, U6, U7, U8 und U9 vorantreiben. Die S-Bahn soll durch dichtere Takte, zusätzliche Gleise und bessere Verbindungen in die Außenbezirke gestärkt werden. Für neue Verkehrsverbindungen setzt die Partei auf Partnerschaften mit privaten Investoren, etwa eine Magnetschwebebahn von der geplanten Urban Tech Republic auf dem ehemaligen Flughafen Tegel nach Jungfernheide.
Straßenverkehr und Radwege
Auf Hauptstraßen soll Tempo 50 als Regel gelten, um einen verlässlichen Verkehrsfluss zu gewährleisten. Ausnahmen sind vor Kitas, Schulen, Krankenhäusern und Seniorenheimen vorgesehen. Die Investitionen in den Straßenbau sollen deutlich steigen. Poller und Kiezblocks, die Rettungs- und Lieferfahrzeuge behindern, will die CDU stoppen. Neue Radwege sollen nur dort entstehen, wo sie einen echten Beitrag zu sicheren und alltagstauglichen Verbindungen leisten. E-Scooter und Leihfahrräder sollen in Fußgängerzonen technisch auf Schrittgeschwindigkeit begrenzt werden.
Sicherheits- und Bildungspolitik
In der Sicherheitspolitik fordert die CDU unter Regierendem Bürgermeister Kai Wegner mehr Präsenz und weniger Bürokratie. Eine Polizeiwache am Leopoldplatz soll nach dem Vorbild der Einrichtung am Kottbusser Tor entstehen. In der Bildungspolitik will die CDU das Gymnasium erhalten und stärken, während sie sich gegen die Forderung der Linken nach Enteignung großer Wohnungsunternehmen und einem Mietendeckel wendet. Diese Maßnahmen seien populistisch. Die Abgeordnetenhauswahl ist für den 20. September geplant.



