Im Fall der „Hellen Tierarche“ in Berlin-Hellersdorf hat sich eine dramatische Wendung ergeben. Der bisherige Betreiber des beliebten Tierhofs im Berliner Nordosten hat die Betreuung der insgesamt 27 Tiere Ende Mai überraschend eingestellt und sie unversorgt auf dem Gelände am Oschatzer Ring zurückgelassen. Das Bezirksamt musste die Pflege der Tiere kurzfristig übernehmen und für eine artgerechte Unterkunft sorgen.
Große Pläne, dann der Bruch
Der Betreiber hatte ursprünglich große Pläne für den Hof, wie er in früheren Interviews betonte. Wollschweine und Waldziegen sollten Teil eines pädagogischen Konzepts werden. Doch dann kam alles anders: Ohne Vorwarnung zog er sich zurück und ließ die Tiere ihrem Schicksal überlassen. „Ohne Hilfe wären die Tiere in Lebensgefahr geraten“, erklärte ein Sprecher des Bezirksamts.
Sofortmaßnahmen des Bezirksamts
Das Bezirksamt reagierte umgehend. Innerhalb weniger Stunden wurde die Versorgung der Tiere sichergestellt. Mitarbeiter des Ordnungsamts und freiwillige Helfer kümmerten sich um Futter, Wasser und medizinische Betreuung. Die Tiere, darunter auch Schafe und Ziegen, wurden in provisorischen Ställen untergebracht, bis eine dauerhafte Lösung gefunden ist.
Suche nach neuem Betreiber
Nun sucht das Bezirksamt dringend einen neuen Betreiber für die „Helle Tierarche“. Interessenten können sich beim zuständigen Amt melden. Die Hoffnung ist, dass der Tierhof bald wieder in geregelten Bahnen läuft und die Tiere ein artgerechtes Zuhause finden. „Wir sind zuversichtlich, dass sich jemand findet, der die Verantwortung übernimmt“, so der Sprecher.
Der Vorfall hat in der Nachbarschaft für Bestürzung gesorgt. Viele Anwohner hatten den Hof regelmäßig besucht und schätzten die Arbeit mit den Tieren. Einige von ihnen haben bereits ihre Hilfe angeboten, um den Hof wiederzubeleben.



