Tiergartentunnel bleibt nachts trotz neuer Mitarbeiter dicht
Tiergartentunnel nachts dicht trotz neuer Mitarbeiter

Sicherheitsgründe: Warum der Tiergartentunnel nachts dichtbleibt – trotz neuer Mitarbeiter

Berlin. Seit April wird der Tiergartentunnel nachts gesperrt, weil Überwachungspersonal fehlt. Neue Mitarbeiter kommen, doch ein Problem bleibt. Von Jessica Hanack, Redakteurin

Der Tiergartentunnel wird seit Monaten immer wieder gesperrt, weil Personal fehlt. Aus Sicherheitsgründen bleibt der Tunnel nachts geschlossen – trotz neuer Mitarbeiter. Die nächtliche Sperrung des Tiergartentunnels in Berlin sorgt weiterhin für Diskussionen. Seit April 2026 ist der wichtige Verkehrsweg zwischen dem Großen Stern und dem Brandenburger Tor nachts für den Autoverkehr gesperrt. Grund dafür ist der Mangel an Überwachungspersonal, das für die Sicherheit im Tunnel zuständig ist.

Neue Mitarbeiter eingestellt, aber nicht genug

Die zuständige Behörde hat zwar neue Mitarbeiter eingestellt, doch die Personaldecke bleibt dünn. Viele der neu eingestellten Kräfte befinden sich noch in der Einarbeitungsphase oder müssen umfangreiche Schulungen durchlaufen. Daher kann der Tunnel nachts nicht wie gewohnt geöffnet werden. Die nächtliche Sperrung betrifft vor allem Autofahrer, die auf eine schnelle Durchfahrt angewiesen sind. Umleitungen führen zu längeren Fahrzeiten und erhöhtem Verkehrsaufkommen auf den umliegenden Straßen.

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Problem der Fachkräftegewinnung

Ein weiteres Problem ist die Gewinnung von qualifiziertem Personal für die Tunnelüberwachung. Die Arbeit erfordert spezielle Kenntnisse und eine hohe Verantwortungsbereitschaft. Zudem sind die Arbeitszeiten unattraktiv, da auch Nacht- und Wochenendschichten anfallen. Die Behörde arbeitet daran, die Arbeitsbedingungen zu verbessern, um mehr Fachkräfte anzulocken. Dennoch ist unklar, wann der Tunnel wieder rund um die Uhr geöffnet sein wird.

Die Sperrung hat auch Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr und die Anwohner. Busse und Taxis müssen Umwege fahren, was zu Verspätungen führt. Anwohner klagen über erhöhten Lärm und Abgase durch den Ausweichverkehr. Die Verkehrsverwaltung prüft derzeit alternative Maßnahmen, um die Situation zu entschärfen. Dazu gehören temporäre Ampelschaltungen und verbesserte Beschilderungen für Umleitungen.

Bis auf Weiteres bleibt der Tiergartentunnel nachts geschlossen. Autofahrer werden gebeten, die Umleitungen zu nutzen und mehr Zeit für ihre Fahrten einzuplanen. Die Behörde verspricht, regelmäßig über den Fortschritt bei der Personalsituation zu informieren.

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