Meinung: Härte oder Vernunft? Obdachlose aus S-Bahnen verweisen – richtig so!
Härte oder Vernunft? Obdachlose aus S-Bahnen verweisen

Härte oder Vernunft? Obdachlose aus Zügen verweisen?

Die Berliner S-Bahn plant, künftig härter gegen Menschen vorzugehen, die sich in Zügen und Bahnhöfen aufhalten, ohne zu fahren. Kritiker sprechen von Verdrängung und fehlender Menschlichkeit. Doch die S-Bahn ist kein Sozialamt, sondern ein Verkehrsmittel. Fahrgäste müssen die S-Bahn uneingeschränkt nutzen können.

Wer morgens in Berlin mit der S-Bahn zur Arbeit fährt, kennt die Realität: überfüllte Züge, volle Bahnsteige und manchmal ganze Waggons, die Fahrgäste meiden, weil dort Menschen übernachten, es nach Urin riecht oder man sich unwohl fühlt. Das muss niemand akzeptieren. Wer für sein Ticket bezahlt, darf erwarten, die Bahn uneingeschränkt nutzen zu können.

Natürlich sind Obdachlose nicht das Problem – Obdachlosigkeit ist das Problem. Aber die Verantwortung bei der S-Bahn abzuladen, ist falsch. Verkehrsbetriebe können keine Sozialpolitik ersetzen, keine Suchttherapie anbieten, keine psychiatrische Versorgung oder Wohnungen schaffen. Kritiker fragen zu Recht: Wohin sollen diese Menschen? Die Antwort: Nicht in die S-Bahn, sondern in Unterkünfte, Hilfseinrichtungen und Betreuungssysteme. Daran mangelt es in Berlin seit Jahren. Bahnhöfe wurden zu Notunterkünften, Züge zu Schlafplätzen, weil die Politik keine besseren Lösungen geschaffen hat.

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Wer fordert, alles beim Alten zu lassen, verwechselt Mitgefühl mit Bequemlichkeit. Damit wird das Problem nicht gelöst, sondern nur auf Pendler, Familien und andere Fahrgäste verdrängt. Eine humane Stadt muss beides können: Menschen in Not helfen und öffentliche Räume funktionsfähig halten. Die S-Bahn soll Menschen befördern. Wenn sie sich auf diese Aufgabe konzentriert, ist das kein Zeichen von Härte, sondern von Vernunft.

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