Hitzewelle in Berlin: Columbiabad und Prinzenbad öffnen wieder, Blutreserven knapp
Hitzewelle Berlin: Bäder öffnen, Blutreserven knapp

Die Hauptstadtregion bereitet sich auf eine extreme Hitzewelle vor. Nach einem angenehmen Wochenstart klettern die Temperaturen in Berlin und Brandenburg am Mittwoch auf bis zu 34 Grad. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) rechnet in dieser Woche täglich mit neuen Spitzenwerten. Den Höhepunkt erwarten die Meteorologen am Wochenende mit bis zu 40 Grad in der Region. Zum Vergleich: Der bisherige Hitzerekord für Berlin wurde 2019 in Tempelhof mit 38,5 Grad gemessen.

Columbiabad und Prinzenbad öffnen wieder

Rechtzeitig vor dem sehr heißen Wochenende öffnet das Berliner Columbiabad in Neukölln früher als erwartet wieder. Die technischen Probleme seien behoben, teilten die Bäder-Betriebe mit. Ursprünglich war der 3. Juli als Eröffnungstag angegeben worden. Durch eine enge Kooperation mit dem Bezirksamt Neukölln konnten technische und formale Prüfungen beschleunigt werden. Probleme bei der Beschaffung von Filtermaterial hatten zu der Verzögerung geführt. Nun gab das Gesundheitsamt des Bezirks nach zwei Prüfungen grünes Licht. Auch das Kreuzberger Freibad Prinzenbad öffnete ab dem Vormittag wieder komplett. Der Andrang dürfte hoch sein: Bereits am vergangenen Wochenende standen massenhaft Menschen Schlange.

Blutreserven in der Hauptstadtregion werden knapp

Die Blutreserven des DRK-Blutspendedienstes Nord-Ost befinden sich auf einem kritischen Niveau. Der aktuelle Bestand liege deutlich unter der erforderlichen Tagesreichweite von vier bis fünf Tagen, teilte der DRK-Blutspendedienst Nord-Ost am Dienstag mit. Grund sei auch die Hitzewelle, die die Spendenbereitschaft sinken lasse. Allein in Berlin und Brandenburg benötigt der DRK-Blutspendedienst rund 600 Blutspenden an jedem Werktag. In den Anfang Juli beginnenden Sommerferien fehlten viele Stammspender. Blutspenden sei auch an sehr heißen Tagen möglich, die tägliche Trinkmenge sollte jedoch auf rund drei Liter erhöht werden. Gleichzeitig sollten längere Aufenthalte und Anstrengungen in der Sonne vermieden werden. Blut werde etwa nach Unfällen, bei Operationen, Geburten und in der Krebstherapie benötigt.

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Telefonservice warnt Senioren vor Extremwetter

Mit einem neuen Wetter-Service will der Verein Silbernetz ältere Menschen besser vor den Folgen von Extremwetter schützen. Über ein Infotelefon werden Nutzer automatisch informiert, wenn der DWD vor Hitze, Sturm oder Glatteis warnt. „Extreme Wetterlagen können insbesondere für ältere und alleinlebende Menschen zur Belastung werden“, erklärte Silbernetz-Leiterin Kerstin Winkler. Ziel sei es, frühzeitig zu informieren und konkrete Hilfe zu organisieren. Der Service eigne sich besonders für Menschen ohne Internetzugang, sagte Silbernetz-Sprecherin Amira Mahdi. Ältere Menschen können sich telefonisch anmelden und bekommen Verhaltenstipps, etwa zum Schutz vor Hitze, zu kühlen Aufenthaltsorten oder zur sicheren Lagerung von Medikamenten. Bei Bedarf vermittelt Silbernetz praktische Unterstützung durch Ehrenamtliche, etwa für Einkäufe. Für den Ausbau sucht der Verein weitere ehrenamtliche Helfer. Das Angebot ist kostenfrei und wird von der Lotto-Stiftung Berlin gefördert.

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