Polizei fahndet nach 18 Hertha-Hooligans nach Randale im Olympiastadion
Fahndung nach 18 Hertha-Hooligans nach Stadion-Randale

Fahndung nach gewalttätigen Fans

Berlin – Polizei und Staatsanwaltschaft fahnden öffentlich nach 18 Hertha-Hooligans, die im Verdacht stehen, bei schweren Ausschreitungen im Berliner Olympiastadion randaliert zu haben. Mit der Veröffentlichung von Fotos bitten die Behörden um Mithilfe bei der Identifizierung der Gesuchten. Die Vorfälle ereigneten sich während des Fußballspiels Hertha BSC gegen den FC Schalke 04 am 17. Januar 2026.

Bereits während der Einlassphase gegen 18:35 Uhr am Osttor wurden Polizisten durch Teile der Hertha-Fanszene aggressiv beschimpft. Die Stimmung war gereizt, und wenig später eskalierte die Situation. Aus einer größeren Personengruppe heraus griffen Randalierer die Einsatzkräfte mit Wurfgegenständen an. Dabei kamen unter anderem Absperrgitter, Fahnenstangen und Becher zum Einsatz. Mehrere Polizisten wurden verletzt, wie die Sicherheitsbehörden am Mittwochmorgen mitteilten. Ein Tatverdächtiger konnte noch vor Ort festgenommen werden.

Eskalation im Stadion

Das Spitzenspiel entwickelte sich zu einem Trauerspiel: Die Ultras in der Ostkurve gedachten des Todestages von Ex-Präsident Kay Bernstein, und nach 16 Minuten verließen Tausende Fans aus Protest gegen den Polizeieinsatz das Stadion. Die genauen Ursachen der heftigen Auseinandersetzungen sind umstritten. Während die Polizei massive Fangewalt beklagte, sprach die Hertha-Fanhilfe von einem überharten Einsatz der Beamten. Die Bilanz der Eskalation: Nach Polizeiangaben wurden 31 Fans und 21 Polizisten verletzt.

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Auch der Zweitligist Hertha BSC äußerte sich besorgt und teilte per Pressemitteilung mit: „Hertha BSC nimmt die Vorkommnisse und das Verhalten der Polizei im Rahmen des Heimspiels gegen Schalke mit großer Sorge zur Kenntnis.“ Bereits vor der Gewalt-Eskalation hatte es am 14. Januar Hausdurchsuchungen der Bundespolizei bei Hertha-Fans gegeben, die nach Angaben der Fanhilfe wegen Graffiti unverhältnismäßig gewesen sein sollen.

Ermittlungen und Zeugenaufruf

Nun fahndet die Polizei gezielt nach den 18 Randalierern. „Im Rahmen der laufenden Ermittlungen, insbesondere wegen Landfriedensbruchs und weiterer damit im Zusammenhang stehender Straftaten, konnten Bildaufnahmen der bislang unbekannten Tatverdächtigen gesichert werden“, erklärten Polizei und Staatsanwaltschaft. Die Ermittler bitten die Bevölkerung um Mithilfe: Wer kann Angaben zur Identität oder zu den Aufenthaltsorten der abgebildeten Personen machen? Wer hat sonstige sachdienliche Hinweise?

Hinweise nimmt das zuständige Fachkommissariat im Landeskriminalamt Berlin an der Ringbahnstraße 132 in Berlin-Tempelhof unter der Telefonnummer (030) 4664-964510 entgegen. Auch per E-Mail an LKA645Fahndung@polizei.berlin.de können Hinweise gegeben werden.

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