Lange Zeit galten Trabant und Wartburg als lästige Relikte der DDR. Heute sind die Fahrzeuge Kult und erzielen auf dem Oldtimer-Markt Rekordpreise. Seltene Modelle wechseln sogar für über 100.000 Euro den Besitzer.
Nach dem Mauerfall verschwanden die DDR-Autos schnell von den Straßen. Viele Ostdeutsche tauschten sie gegen modernere Fahrzeuge aus dem Westen. Doch inzwischen sind die Kult-Fahrzeuge bei Sammlern wieder beliebt.
Sammler zahlen für einen Trabant 601 im makellosen Originalzustand bis zu 7.000 Euro. Für eine Wartburg-353-Limousine in Top-Zustand werden fast 10.000 Euro fällig. In beiden Fällen hat sich der Wert in den vergangenen Jahren verdoppelt.
Der Wartburg 311 als viertürige Limousine erzielt über 16.000 Euro, das seltene Coupé sogar fast 35.000 Euro. Noch teurer ist der EMW 327: Cabrios und Coupés, baugleich mit BMW-Modellen, kosten über 100.000 Euro.
Der Thüringer Oldtimer-Spezialist Veit Kohl zeigt sich überrascht über den Preisanstieg. Kaum ein anderes Fahrzeug habe in den vergangenen Jahren derart an Wert zugelegt. Die meisten DDR-Autos wechseln noch immer in Ostdeutschland den Besitzer.
Rund 40.800 Trabant und 8.900 Wartburg waren 2024 laut Kraftfahrbundesamt noch zugelassen. Mehr als jeder zweite Trabi-Besitzer ist jünger als 60 Jahre. Mehrere Oldtimer-Treffen sind auf DDR-Fahrzeuge spezialisiert.



