Serieneinbrecher in München gefasst: Mehr als 20 Taten
Serieneinbrecher in München: Mehr als 20 Taten

Die Münchner Polizei hat einen mutmaßlichen Serieneinbrecher gefasst, dem mehr als 20 Einbrüche zur Last gelegt werden. Der 34-jährige deutsche Staatsbürger wurde am vergangenen Donnerstag in seiner Wohnung im Stadtteil Neuperlach festgenommen, wie die Polizei am Montag mitteilte.

Umfangreiche Ermittlungen führten zur Festnahme

Bereits seit Monaten ermittelte die Kriminalpolizei München in einer Serie von Einbrüchen, die sich vor allem in den Stadtteilen Neuperlach, Perlach und Ramersdorf ereignet hatten. Der Täter war in Wohnungen und Geschäfte eingestiegen, hatte Bargeld, Schmuck und Elektronik gestohlen. Der Gesamtschaden beläuft sich nach ersten Schätzungen auf einen hohen sechsstelligen Betrag.

Durchsuchung und Beweismittel

Bei der Durchsuchung der Wohnung des Beschuldigten fanden die Beamten umfangreiches Beweismaterial, darunter Einbruchswerkzeug, mehrere Mobiltelefone und Laptops sowie Kleidungsstücke, die vermutlich bei den Taten getragen wurden. Zudem stellten die Ermittler diverse Gegenstände sicher, die als Tatbeute identifiziert werden konnten. Die Polizei geht davon aus, dass der Mann für mindestens 22 Einbrüche verantwortlich ist, die zwischen November 2023 und Februar 2024 verübt wurden.

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Modus Operandi des Täters

Der Serieneinbrecher ging stets nach einem ähnlichen Muster vor: Er suchte sich vor allem Erdgeschosswohnungen und Geschäfte aus, die er durch Aufhebeln von Fenstern oder Türen betrat. Die Taten fanden meist in den Abendstunden oder nachts statt, wenn die Bewohner abwesend waren. Der Mann agierte allein und trug bei den Einbrüchen häufig eine Kapuze oder eine Mütze, um seine Identität zu verschleiern.

Fingerabdrücke und DNA-Spuren überführen Täter

Die Ermittler konnten den Beschuldigten anhand von Fingerabdrücken und DNA-Spuren überführen, die an mehreren Tatorten sichergestellt wurden. Zudem halfen Zeugenaussagen und die Auswertung von Überwachungskameras, den Tatverdacht zu erhärten. Der Mann war der Polizei bereits wegen kleinerer Delikte bekannt, jedoch nicht als Serieneinbrecher.

Beschuldigter geständig

Bei seiner Vernehmung legte der 34-Jährige ein umfassendes Geständnis ab. Er räumte die ihm vorgeworfenen Taten ein und gab an, aus finanzieller Not heraus gehandelt zu haben. Er habe Schulden gehabt und das Geld für den Lebensunterhalt benötigt. Die Staatsanwaltschaft München I hat Haftbefehl erlassen, der inzwischen vollstreckt wurde. Der Mann sitzt nun in Untersuchungshaft.

Präventionshinweise der Polizei

Die Polizei nutzt den Fall, um erneut auf die Bedeutung von Sicherheitsmaßnahmen hinzuweisen. Sie empfiehlt, Fenster und Türen auch bei kurzer Abwesenheit zu verschließen und keine Wertsachen offen sichtbar liegen zu lassen. Zudem rät die Polizei zur Installation von einbruchhemmenden Schlössern und Alarmanlagen. Im Fall eines Einbruchs sollten Bewohner umgehend die Polizei verständigen und keine Veränderungen am Tatort vornehmen, um Spuren zu sichern.

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