Baden-Württembergs neuer Ministerpräsident Cem Özdemir (Grüne) hat eine umfassende Tech-Offensive für sein Bundesland angekündigt. Bei seinem Auftritt auf der Konferenz „TECH by Handelsblatt“ in Heilbronn stellte er die Weichen für eine zukunftsorientierte Wirtschaftspolitik. Der Fokus liege auf gezielten Investitionen, weniger Bürokratie und dem Ausbau von Studienplätzen, um den Standort wettbewerbsfähig zu machen.
Wirtschaft als Grundlage des Wohlstands
Özdemir betonte, dass eine starke Wirtschaft die Basis für den gemeinsamen Wohlstand sei. Technologie sei der entscheidende Schlüssel, um diese zu sichern. „Wir wollen zu einer führenden Adresse für Zukunftstechnologien wie KI und Robotik werden“, erklärte er. Der Ministerpräsident setzt dabei auf die Bündelung von Kompetenzen im Land. Er begrüßte Initiativen wie das KI-Zentrum ConnAIx, das zu Jahresbeginn von den drei führenden Universitäten Baden-Württembergs gegründet wurde.
Direkter Dialog mit der Wirtschaft
Özdemir sucht den direkten Austausch mit Unternehmen. „Deshalb bin ich heute hier“, sagte er und rief dazu auf, gemeinsam anzupacken und „die Hemdsärmel hochzukrempeln“. Ziel sei es, die bestehenden Industriestrukturen zukunftsfähig zu machen und Arbeitsplätze zu sichern. Der Auftritt in Heilbronn war einer seiner ersten offiziellen Termine im Amt. Dabei sprach er Englisch, um die internationale Tech-Szene anzusprechen.
Die Ankündigung kommt zu einer Zeit, in der Baden-Württemberg als Innovationsstandort vor großen Herausforderungen steht. Mit der Tech-Offensive will Özdemir die Weichen für eine nachhaltige Wirtschaftsentwicklung stellen und die Digitalisierung vorantreiben. Geplant sind unter anderem steuerliche Anreize für Forschung und Entwicklung sowie der Abbau von bürokratischen Hürden für Start-ups und etablierte Unternehmen.



