Die Oberbürgermeisterwahl in Aue-Bad Schlema ist entschieden: Der CDU-Kandidat Marcus Hoffmann hat sich im zweiten Wahlgang gegen den Bewerber der rechtsextremen „Freien Sachsen“ durchgesetzt. Wie die Stadtverwaltung am heutigen Tag bekanntgab, erhielt Hoffmann 5007 Stimmen, während sein Gegenkandidat auf 4499 Stimmen kam. Damit setzte sich der Christdemokrat klar gegen den rechtsextremen Konkurrenten durch.
Zweiter Wahlgang bringt Entscheidung
Da im ersten Wahlgang keiner der Kandidaten die absolute Mehrheit erreicht hatte, musste eine Stichwahl zwischen den beiden bestplatzierten Bewerbern durchgeführt werden. Hoffmann, der für die CDU antrat, konnte sich letztlich mit einem Vorsprung von über 500 Stimmen durchsetzen. Die Wahlbeteiligung lag bei rund 60 Prozent, was für eine Stichwahl als vergleichsweise hoch gilt.
Hintergrund der Wahl
Die „Freien Sachsen“ werden vom Verfassungsschutz als rechtsextremistisch eingestuft. Ihr Kandidat hatte im Vorfeld der Wahl mit populistischen Parolen und einer ablehnenden Haltung gegenüber der etablierten Politik geworben. Hoffmann hingegen setzte auf Themen wie Stadtentwicklung, Wirtschaftsförderung und bürgernahe Verwaltung. Sein Sieg wird in der Region als deutliches Zeichen gegen Rechtsextremismus gewertet.
Die Stadt Aue-Bad Schlema liegt im Erzgebirgskreis in Sachsen und hat rund 20.000 Einwohner. Marcus Hoffmann tritt sein Amt als Oberbürgermeister voraussichtlich in den kommenden Wochen an. Er löst damit den bisherigen Amtsinhaber ab, der nicht mehr zur Wahl angetreten war.



