Die Vorteile von Risikokapital sind allgemein bekannt: hohe Renditen. Die Nachteile jedoch ebenfalls: hohes Risiko. Vor allem deshalb, weil Start-ups häufiger scheitern als etablierte Unternehmen. Während in Nordamerika Pensionskassen, Versicherer und Verwalter von Stiftungsvermögen zu dem Schluss kommen, dass sich Investments in diese Anlageklasse lohnen, herrscht in Deutschland eine gegenteilige Meinung vor.
Deutsche Zurückhaltung bei Wagniskapital
Angesichts von Volatilität, Langfristigkeit und Risiko verzichten deutsche Pensionskassen und ähnliche Institutionen gänzlich auf Wagniskapital und setzen weiterhin auf Altbekanntes: Anleihen, Immobilien und Aktien. Dabei könnte bereits eine Erhöhung des Risikokapitalanteils um ein Prozent in der Mittelallokation einen großen Unterschied machen.
Internationaler Vergleich zeigt Potenzial
Welche Strategie erfolgreicher ist, zeigt ein Blick in die Statistik. Zuletzt haben Pensionskassen aus Australien, den USA oder Kanada deutlich besser abgeschnitten als ihre deutschen Kollegen. Der Verzicht auf Wagniskapital scheint sich also nicht positiv auf das Geschäft auszuwirken. Viele deutsche Akteure zeigen sich inzwischen etwas offener für diese Anlageklasse.
Das Momentum will die Initiative „German Venture and Growth Forum“ nutzen, um nun mehr Investoren von den Vorteilen des Wagniskapitals zu überzeugen. Der Weg ist jedoch weit, und die Folgen, nicht zu handeln, sind schwerwiegend. Es bleibt abzuwarten, ob sich die deutsche Einstellung gegenüber Risikokapital nachhaltig ändern wird.



