In einer Brauerei im niederbayerischen Vilshofen (Landkreis Passau) hat sich ein schwerwiegender Säureunfall ereignet. Dabei traten mehrere Hundert Liter Salpetersäure aus, wie die Polizei mitteilte. Acht Menschen erlitten leichte Verletzungen, konnten jedoch ambulant behandelt werden. Die Feuerwehr und die Rettungsdienste waren mit einem Großaufgebot von rund 300 Kräften im Einsatz.
Unfallhergang: Stapler rammt Säurebehälter
Nach Angaben eines Polizeisprechers touchierte ein Staplerfahrer beim Rangieren versehentlich einen Behälter, der mit 900 Litern Salpetersäure gefüllt war. Der Behälter wurde aufgerissen, sodass die Säure austrat und teilweise über die Kanalisation abfloss. Die Feuerwehr war damit beschäftigt, die ausgelaufene Säure zu neutralisieren oder zu verdünnen.
Sperrzone und Warnung an Anwohner
Die Polizei sperrte den Bereich um die Brauerei in einem Radius von 100 Metern ab. Wie der Bayerische Rundfunk berichtete, wurden Anwohner aufgefordert, Fenster und Türen geschlossen zu halten sowie Lüftungs- und Klimaanlagen abzuschalten. Die Bevölkerung wurde gebeten, sich in geschlossene Räume zu begeben oder das Gebiet weiträumig zu meiden.
Verletzte und eingesetzte Kräfte
Unter den acht leicht Verletzten befanden sich zwei Mitarbeiter der Brauerei, vier Feuerwehrleute und zwei Unbeteiligte. Die Betroffenen klagten überwiegend über Atemwegsreizungen. Niemand musste ins Krankenhaus gebracht werden, so der Polizeisprecher. Insgesamt waren rund 220 Feuerwehrleute und etwa 70 Mitarbeiter von Rettungsdiensten im Einsatz. Zudem rückten Spezialisten der Feuerwehr sowie der Gefahrgut-Trupp des Polizeipräsidiums Niederbayern an.
Schadenshöhe und Einsatzende noch offen
Die Höhe des entstandenen Schadens war am Abend noch unklar. Der Einsatz der Rettungskräfte war zu diesem Zeitpunkt noch nicht beendet.



