SPIEGEL+ Paywall: Artikel nach 30 Tagen oder 10 Aufrufen gesperrt
SPIEGEL+ Paywall: Artikel nach 30 Tagen gesperrt (15.06.2026)

SPIEGEL+ schränkt Artikelzugriff ein

Der Nachrichtenspiegel hat kürzlich seine Zugangsbedingungen für Online-Artikel verschärft. Leser, die auf einen Artikellink klicken, erhalten nun möglicherweise die Meldung, dass der Inhalt nicht mehr abrufbar ist. Grund dafür ist eine neue Paywall-Regelung: Ein Artikel kann maximal 30 Tage lang oder bis zu zehnmal geöffnet werden, bevor er hinter die Bezahlschranke von SPIEGEL+ wandert.

Neue Beschränkungen für freie Inhalte

Bislang war es üblich, dass viele Artikel des SPIEGEL frei zugänglich blieben. Mit der aktuellen Änderung sollen mehr Leser dazu bewegt werden, ein Digital-Abo abzuschließen. Die Meldung, die dem Nutzer angezeigt wird, lautet: „Sie können den Artikel leider nicht mehr aufrufen. Der Link, der Ihnen geschickt wurde, ist entweder älter als 30 Tage oder der Artikel wurde bereits 10 Mal geöffnet.“ Dies betrifft sowohl einzelne Artikel als auch Links, die über soziale Medien oder E-Mails geteilt wurden.

SPIEGEL+ Abo-Modelle

Um weiterhin auf alle Inhalte zugreifen zu können, bietet der SPIEGEL verschiedene Abonnement-Modelle an. Das günstigste Einstiegsangebot ist SPIEGEL plus für Neukunden: Für 1 Euro in den ersten vier Wochen, danach 5,99 Euro pro Woche. Dies beinhaltet den freien Zugriff auf alle S+-Artikel auf SPIEGEL.de und in der App, die wöchentliche digitale Ausgabe des SPIEGEL als E-Paper (PDF), das Digital-Archiv sowie den S+-Newsletter. Das Abo ist jederzeit kündbar. Alternativ gibt es ein Jahresabo mit 25 Prozent Rabatt: 4,49 Euro pro Woche für 52 Wochen, anschließend 5,99 Euro pro Woche. Auch hier sind die gleichen Leistungen enthalten. Bestehende Print-Abonnenten können zudem einen rabattierten Digitalzugang bestellen.

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Technische Umsetzung und Hinweise

Die Abwicklung des Abonnements erfolgt bei iOS-Geräten über den iTunes-Account. Der Nutzer wird darauf hingewiesen, dass sich das Abo 24 Stunden vor Ablauf automatisch um einen Monat oder ein Jahr verlängert, sofern nicht gekündigt wird. Um SPIEGEL+ auch außerhalb der App zu nutzen, muss das Abo nach dem Kauf mit einem SPIEGEL-ID-Konto verknüpft werden. Mit dem Kauf akzeptiert der Nutzer die Allgemeinen Geschäftsbedingungen und die Datenschutzerklärung des Verlags. Die Startseite des SPIEGEL bleibt weiterhin frei zugänglich.

Auswirkungen auf Leser und Verbreitung

Diese Maßnahme dürfte vor allem Gelegenheitsleser treffen, die über geteilte Links auf Artikel stoßen. Wer regelmäßig SPIEGEL-Inhalte konsumiert, wird vermutlich eher ein Abo abschließen. Die Paywall könnte jedoch auch dazu führen, dass die Reichweite einzelner Artikel sinkt, da sie nach 30 Tagen oder zehn Aufrufen nicht mehr geteilt werden können. Der SPIEGEL reagiert damit auf den allgemeinen Trend im Journalismus, digitale Inhalte zu monetarisieren und die Abhängigkeit von Werbeeinnahmen zu verringern.

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